Baustellen

Kanalbau: Stadt sieht Licht am Ende des Dauer-Staus

Hier kommt keiner mehr durch: Auch auf der Essener Straße laufen jetzt die Kanalarbeiten.

Hier kommt keiner mehr durch: Auch auf der Essener Straße laufen jetzt die Kanalarbeiten.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Mit der Kanalbaustelle Essener Straße ist ein Ausweg aus dem Dauer-Stau an der Friedrich-Ebert-Straße weggefallen. Aber die Stadt macht Hoffnung.

Der Dauerstau zwischen Bottrop und Essen, seit Beginn der Kanalbauarbeiten verschärft durch den Flaschenhals an der Friedrich-Ebert-Straße, ist noch ein wenig länger geworden. Seitdem auch an der Essener Straße gebaut wird, müssen sich auch die Busse in die Fahrzeugschlangen einreihen sowie alle Ortskundigen, die ihren Schleichweg durch die Essener Straße gesucht haben. Der Fachbereich Tiefbau macht Autofahrern wie Nahverkehrsplanern aber Hoffnung, dass sich bald neue Wege aus dem Stau eröffnen.

Ursache für das Ungemach ist die Sanierung des Abwasserkanals in der Brauerstraße, der Karl-Englert-Straße zwischen Brauer- und Essener Straße sowie in der Essener Straße. In einem ersten Bauabschnitt hat der Fachbereich Tiefbau seit Mai zunächst die Brauerstraße zur Baustelle gemacht. Im zweiten Abschnitt folgte die Karl-Englert-Straße zwischen Brauer- und Essener Straße.

Sperrung der Essener Straße

Inzwischen ist auch die Essener Straße aufgerissen. Die Vollsperrung wird in den nächsten Monaten wandern von der Prosperstraße bis zur Hausnummer 60. Der Fachbereich Tiefbau rechnet damit, dass die Arbeiten im Frühjahr 2020 beendet werden. Noch immer gibt es Autofahrer, die den Hinweis auf die Sperrung ignorieren und von der Peter- in die Essener Straße einbiegen in der Hoffnung irgendwo wird es schon weiter gehen. Geht es aber nicht mehr, seitdem auch die Zeppelinstraße wegen der Baustelle zur Sackgasse geworden ist.

Durch die Baustellen ist auch der Linie 186 ihr Linienweg Richtung Essen versperrt. Und nicht nur das: Der Schnellbus SB 16 und die Linie 261 haben diesen Linienweg immer dann genutzt, wenn die Busse am Nadelöhr an der Friedrich-Ebert-Straße zu viel Zeit verloren hätten. Jetzt müssen alle Busse sich erst durch die Baustelle quälen und dann durch die enge Bahnhofstraße, weil auch der südliche Teil der Friedrich-Ebert-Straße noch Baustelle ist.

Schnellbus wird weiter eingebremst

Folge: Der ohnehin durch die Großbaustelle „Areal 51“ im Essener Norden und den Stau in Ebel stark eingebremste Schnellbus verliert nachmittags auf der Fahrt von Essen zum ZOB und weiter nach Kirchhellen zuweilen mehr als 20 Minuten. Entsprechend gut gefüllt sind dann die regulären Busse der Linie 267 zwischen Innenstadt und Kirchhellen.

„Dass wir die Essener Straße seit einiger Zeit nicht mehr als Ausweichstrecke nutzen können, macht uns vor allem nachmittags Probleme“, bestätigt Ewelin Reclik von der Vestischen. „Wir hoffen für unsere Fahrgäste, dass bald wieder Straßen freigegeben werden.“

Zwei Straßen werden fertig

Das soll in der Tat bald passieren. „Wir verhandeln mit den Baufirmen über die schnellmögliche Öffnung der südlichen Friedrich-Ebert-Straße“, sagt Frank Weinert, Abteilungsleiter im Fachbereich Tiefbau. Der Kanalbau ist dort durch, die Fahrbahn fast fertig erneuert. Problem: Die Baufirmen nutzen dieses Straßenstück als Zufahrt und Materiallager, wie die Kanalrohre am Straßenrand erkennen lassen. Im besten Fall Ende September, aber spätestens im Oktober soll die Straße zwischen Förderrad und Bahnhofs-Unterführung wieder frei sein. Eine gute Nachricht für Autofahrer mit den Zielen Lehmkuhle und Gewerbegebiete, aber auch für die Fahrdienstleiter der Vestischen.

Ralf Reschke vom Fachbereich Tiefbau hat eine weitere gute Nachricht mindestens für die Altstadt-Anwohner. „Die Baustelle an der Essener Straße wird leider weiter wandern. Aber die Brauerstraße kann Ende September fertig asphaltiert sein.“

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