Sponsorenlauf

Josef-Albers-Gymnasiasten erwandern 41 137,38 Euro

Bis zu zwölf Runden, insgesamt sechs Kilometer,konnten die JAG-Schüler im Mai im Revierpark drehen, manche liefen noch mehr Runden.

Foto: Winfried Labus

Bis zu zwölf Runden, insgesamt sechs Kilometer,konnten die JAG-Schüler im Mai im Revierpark drehen, manche liefen noch mehr Runden. Foto: Winfried Labus

Die Rekordsumme von 41 137,38 Euro kam im Mai beim Sponsorenlauf für Straßenkinder in Brasilien zusammen. Über 200 000 Euro wurden seit 1997 gespendet.

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Bottrop. „Wandern für die Andern“ hat das Josef-Albers-Gymnasium (JAG) seinen Sponsorenlauf genannt. Im Mai hat er wieder stattgefunden, rund 1400 Teilnehmer drehten da im Revierpark Vonderort ihre Runden für den guten Zweck. Und sie erliefen eine nie dagewesene Rekordsumme: 41 137,38 Euro!

„Diese Summe sucht im Rahmen von Solidaritätsläufen an Schulen ihresgleichen. Das Josef-Albers-Gymnasium sticht mit dieser Leistung heraus“, lobte Projektbetreuer Schaaf, der sich beim Freckenhorster Kreis um die Brasilienprojekte kümmert, als er den Scheck der Schule entgegennahm. Die Spendensumme verschlug selbst ihm die Sprache, der bereits seit acht Jahren mit dem JAG zusammenarbeitet. Er wird 80 Prozent der Spendensumme über das Hilfswerk Misereor an „Die kleinen Propheten“ überweisen, ein Projekt, das Straßenkindern in Recife ein besseres Leben ermöglicht.

Als die Schülerinnen und Schüler des Josef-Albers-Gymnasium im März zum achten Mal loszogen, um ihre Geldgeber fürs „Wandern für die Andern“ zu suchen, hat niemand an ein historisches Ergebnis geglaubt. In ihren Familien, bei Freunden und Nachbarn, aber auch bei Firmen und Geschäften haben die Schülerinnen und Schüler um Sponsoren geworben. „Manche Schüler haben 30 Sponsoren“, erzählten Teresa Beuler und Katrin Kaspari, die beiden Organisatorinnen der Schule, beim Spendenlauf am 4. Mai.

Not der Straßenkinder hat Schüler motiviert

Die Not der Straßenkinder hätte sie motiviert, möglichst viele Sponsoren einzuwerben, die jeweils einen festen Betrag pro gelaufener Runde zusagten. Dabei hätten die Schüler, „kreative Wege“ gefunden „Da wurde auch mal die kleine Schwester gebeten, etwas aus ihrem Sparschwein beizusteuern, denn auch der kleinste Geldbetrag kann zu einem großartigen Ergebnis beitragen“, schreibt Teresa Beuler in ihrer Bilanz des Spendenlaufs. Alle 1400 Schüler, manche sogar mit ihren Hunden, und alle Lehrer waren schließlich am 4. Mai im Revierpark auf den Beinen.

Hoch motiviert drehten die Jugendlichen Runde für Runde und ließen sich die per Stempel bescheinigen. Bis zu zwölf Mal – insgesamt sechs Kilometer – konnten sie die Strecke ablaufen, manche drehten sogar noch Extrarunden. Der Förderverein und die Schülervertretung kümmerten sich ums leibliche Wohl der Wanderer. Danach ging die Arbeit für die Schülerinnen und Schüler aber erst richtig los. Mit ihren ausgefüllten Wanderpässen mussten sie ihre Sponsoren abklappern, um die zugesagten Gelder einzusammeln.

Schon seit 1997, seit 2002 auch mit Sponsorenläufen, unterstützt das Josef-Albers-Gymnasium das Straßenkinderprojekt des Sozialarbeiters Demetrios in Recife. Über 200 000 Euro haben die Bottroper inzwischen dorthin überwiesen. So konnte ein größeres Heim mit mehr Betreuern für mehr Straßenkinder gebaut werden, die hier Zuflucht finden, Lesen und Schreiben lernen und eine Perspektive für die Zukunft bekommen. Wieviel das Geld aus Bottrop bewirkt, erklärte Projektbetreuer Schaaf den Schülern noch einmal bei der Scheckübergabe.

Unternehmen stifteten Preise

Als zusätzliche Motivation stifteten Unternehmen aus Bottrop und Oberhausen, aber auch der Förderverein der Schule, Klassen- und Einzelpreise für besonders fleißige Sammler. So dürfen sich eine fünfte und eine sechste Klasse über einen Ausflug zu Schloss Beck bzw. in den Aquapark freuen, eine achte Klasse darf ins Grusellabyrinth Bottrop.

Schulleiter Reinhard Schönfeld ist von der Leistung seiner Schülerschaft begeistert. „Ich kann nicht verhehlen, dass mich das als Leiter der Schule gleichermaßen mit Stolz wie Genugtuung erfüllt. Hier werden Gemeinschaftsgefühl und soziales Engagement – Grundpfeiler unseres schulischen Selbstverständnisses – in nachgerade idealer Form gelebt.“ - U.H.-

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