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Jetzt kann die Ehrenamtskarte kommen

Vertragsunterzeichnung im Ratssaal: von links Anke Grunden, Geschäftsführerin Die Perspektive, Bürgermeisterin Monika Budke, OB Bernd Tischler, Bürgermeister Klaus Strehl und  Ministerin Christina Kampmann.

Foto: Thomas Schmidtke

Vertragsunterzeichnung im Ratssaal: von links Anke Grunden, Geschäftsführerin Die Perspektive, Bürgermeisterin Monika Budke, OB Bernd Tischler, Bürgermeister Klaus Strehl und Ministerin Christina Kampmann. Foto: Thomas Schmidtke

Ministerin Kampmann, Oberbürgermeister Bernd Tischler und Vereinschefin Anke Grunden unterzeichnen Vertrag. Einführung ab April

Der Vertrag über die Ehrenamtskarte NRW für Bottrop ist unterzeichnet von NRW-Ministerin Christina Kampmann, Oberbürgermeister Bernd Tischler und Anke Grunden vom Verein „Die Perspektive“. Damit kann die Kartenausgabe beginnen, mit der ehrenamtliche Tätigkeit belohnt werden soll. Inhaber können Ermäßigungen und Vergünstigungen in Anspruch nehmen. „3800 Einrichtungen und Geschäfte machen schon mit“, berichtete die Ministerin.

Als nächster Schritt ist geplant, dass eine Mitarbeiterin des Vereins in wenigen Wochen die begleitende Arbeit in der Ehrenamtsagentur Bottrop im Haus des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes an der Gerichtsstraße 3 aufnimmt. Dort werden die Anträge für die Ehrenamtskarte bearbeitet. In der Ehrenamtsagentur laufen überdies die weiteren organisatorischen Fäden zusammen.

„Lebensqualität wäre deutlich niedriger“

In Bottrop sind viele ehrenamtliche Helfer in Sportvereinen, in der Kultur, in der Jungendfreizeit und in fast allen sozialen und karitativen Einrichtungen tätig. „Ohne das ehrenamtliche Engagement würde unsere Stadt nicht so funktionieren können, wie sie funktioniert“, sagt Oberbürgermeister Bernd Tischler. „Die Lebensqualität wäre deutlich niedriger ohne die Angebote, die Ehrenamtliche Tag für Tag leisten.“ Die Ministerin lobte die Bottroper Initiative: „Das Ehrenamt gehört in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung.“

Bedingung: 250 Stunden im Jahr

Bürgerschaftliches Engagement verdient Anerkennung und Würdigung. Deswegen hat die Bottroper Politik beschlossen, eine Ehrenamtskarte einzuführen, die die NRW-Landesregierung zusammen mit 216 Städten, Kreisen und Gemeinden schon realisiert hat. Sie soll eine Wertschätzung für den freiwilligen Einsatz sein und diese Würdigung mit einem praktischen Nutzen verbinden. Menschen, die sich in besonderem zeitlichem Umfang engagieren, können mit der Karte die Angebote öffentlicher, gemeinnütziger und privater Einrichtungen vergünstigt nutzen.

Land fördert die Erstausgabe

Die Stadtverwaltung hatte sich in den vergangenen Jahren immer mal wieder mit dem Thema der Einführung einer eigenen Ehrenamtskarte beschäftigt. Letztendlich wäre die Realisierung eine Insellösung für das Stadtgebiet gewesen und vor allem aus Kostengründen wurde einstweilen von einer Einführung Abstand genommen. Jetzt tritt Bottrop der landesweiten Initiative bei, ist aber dennoch vor Ort eingebunden, sagt die Ministerin: „Das Land fördert die Erstausgabe, bei der Umsetzung ist die Kommune gefordert.“

Die Ehrenamtskarte NRW richtet sich an alle in Bottrop ehrenamtlich Tätigen, die sich besonders stark für ihre Mitmenschen einsetzen. Daher fordert das Land, dass im Jahr mindestens 250 Stunden für ehrenamtliche Aufgaben wahrgenommen werden müssen.

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