Naturschauspiel

Jeep-Fahrer bestaunen auf der Halde Haniel den Blutmond

Auf der Halde Haniel an der Fernewaldstraße wollen Jeep-Fahrer am Freitag in Höhe des Amphitheaters die totale Mondfinsternis beobachten.

Auf der Halde Haniel an der Fernewaldstraße wollen Jeep-Fahrer am Freitag in Höhe des Amphitheaters die totale Mondfinsternis beobachten.

Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Ein Konvoi mit 50 Geländewagen rollt am Freitag die Halde Haniel hinauf. Die Fahrer wollen am Amphitheater die totale Mondfinsternis beobachten.

Mit Jeeps fahren sie in Bottrop normalerweise in den Berg hinein. Auf der Zeche Prosper II an der Knappenstraße rollen Geländewagen bei Bedarf durch den schrägen Schacht den Förderberg hinunter vor Kohle. Ein ganzer Konvoi von Jeeps wird am Freitag, 27. Juli, ab 19 Uhr den Berg hinauf fahren - um oben auf der Halde Haniel an der Fernewaldstraße die Mondfinsternis zu beobachten.

Für Organisator Thomas Bohl ist die Halde am Stadtrand der perfekte Ort, um dieses außergewöhnliche Naturschauspiel zu erleben. „Die Halde ist eine der höchsten im Ruhrgebiet und mit der Bergarena und den Totems hochgradig spannend. Von dort oben hat man einen großartigen Ausblick ins Weite“, schwärmt der Sprecher der Marketing-Agentur 5komma8. Auf der Haniel-Halde lohnt sich der Blick auf die totale Mondfinsternis garantiert“, verspricht er. Mit einer Dauer von mehr als 100 Minuten werde sie die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts sein, hebt Bohl hervor.

Exklusiv für die Fahrer von echten Jeeps

Seine Agentur organisiert die Tour zur Halde für die deutschen Verkaufsniederlassungen des Fiat Chrysler-Konzerns. Der Konvoi ist daher exklusiv für die Fahrer der Marke Jeep reserviert. Nur sie können sich kostenlos anmelden und haben dann freie Fahrt bis zum Amphitheater. „Wer mag, kann ja noch zu Fuß die letzten Meter zu den Totems gehen und sensationelle Fotos machen“, meint Bohl. Für andere Marken ist das Spektakel ausdrücklich tabu. Fahrer anderer Geländewagen wie zum Beispiel der G-Klasse-Modelle von Mercedes, die im Schrägschacht der Zeche Prosper II unterwegs sind, dürfen nicht mit zur Bergarena hinauf.

Die Jeep-Fahrer treffen sich um 19 Uhr auf dem Parkplatz des Bergwerks Prosper-Haniel. „Von dort fahren wir gemeinsam auf die Halde hinauf und genießen die einmalige Aussicht“, kündigt der Organisator an. Gegen 23 Uhr rollen die Jeeps wieder hinab. „Wir fahren auf der Halde kein Offroad“, betont Bohl. Der Konvoi führe ausschließlich über die zugelassenen Wege.

Essen und Trinken wie bei einem großen Picknick

Die totale Mondfinsternis zu beobachten, ist den Jeep-Vermarktern Spektakel genug. „Wir fahren hoch, staunen und sonst nichts“, erklärt Bohl. Es sei allerdings gut möglich, dass die Halden-Fahrer an der Bergarena ein großes Picknick veranstalten. „Jeder kann sich einfach etwas zu essen und zu trinken mitbringen; vielleicht ja auch so, dass sie auch anderen etwas anbieten können“, sagt Bohl. Zu teilen, nämlich Plätze in den Jeep, ist ebenfalls erlaubt. „Es ist zwar nicht das Ziel“, sagte der Organisator, doch er stellt es den Fahrern frei, andere als Beifahrer mit nach oben zu nehmen. Versprechen könne er da aber nichts.

Von der Resonanz auf den Trip unter den Blutmond ist Bohl begeistert: „In zwei, drei Tagen haben sich hundert Teilnehmer angemeldet. Zwischen 45 und 50 Jeeps werden bis jetzt bestimmt kommen“.

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