Integrationsbericht

Jeder fünfte Einwohner in Bottrop ist ein Ausländer

Dieter Pillath, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums (KI), der Erste Beigeordnete Paul Ketzer und Thomas Schwarzer, stellvertretender Leiter des KI  (v.l.), haben jetzt den vierten Integrationsbericht vorgestellt.

Dieter Pillath, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums (KI), der Erste Beigeordnete Paul Ketzer und Thomas Schwarzer, stellvertretender Leiter des KI (v.l.), haben jetzt den vierten Integrationsbericht vorgestellt.

Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Das Kommunale Integrationszentrum der Stadt hat jetzt den Integrationsbericht für 2016 mit den neuesten Zahlen, Daten und Fakten vorgelegt.

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Es ist der vierte Integrationsbericht, den das Kommunale Integrationszentrum (KI) jetzt vorlegt. In den Bericht für das Jahr 2016 haben nicht nur Zahlen, Daten und Fakten Eingang gefunden, sondern auch die Beiträge von Einrichtungen, Vereinen und städtischen Dienststellen.

Paul Ketzer, der Erste Beigeordnete der Stadt, sowie Dieter Pillath, Leiter des KI und sein Stellvertreter Thomas Schwarzer, haben den Bericht am Montag vorgestellt und auf die Zahlen geblickt: In den letzten zehn Jahren hat sich der Anteil der in Bottrop lebenden Menschen mit Migrationshintergrund von 16 auf 20,5 Prozent erhöht.

In absoluten Zahlen: 2017 hatte Bottrop noch 119 590 Einwohner, darunter 19 108 Migranten. 2016 gab es 116 835 Einwohner, darunter 23 979 Migranten. „Der tatsächliche Anteil ist aber viel höher“, stellt Dieter Pillath klar. Denn die Stadt dürfe nur Menschen erfassen, deren erste oder zweite Staatsangehörigkeit nicht deutsch ist.

Ein Wechsel der Staatsangehörigkeit kommt in den kommunalen Statistiken wegen des Datenschutzes nicht mehr vor. Um den tatsächlichen Migrantenanteil annähernd berechnen zu können, stellen die Statistiker komplizierte Berechnungen an und kommen so für 2017 auf einen Migrantenanteil von 25,7 Prozent. Die größte Gruppe sind die Türken mit 6990 Mitbürgern (29,2 Prozent), die Polen zweitgrößte mit 5481 (22,9), drittgrößte die Syrer mit 1265 (5,2).

Die Verteilung der Migranten in den einzelnen Bezirken ist höchst unterschiedlich und im Bottroper Süden deutlich höher. Der Anteil junger Migranten ist hier inzwischen teilweise auf über 70 Prozent gestiegen. „Der Trend hat sich fortgesetzt“, verweist Paul Ketzer auf die Erkenntnisse aus den Integrationsberichten seit 2013.

Weiteres Thema in dem Bericht und eine Bilanz, die sich sehen lassen kann: Beiträge von insgesamt 41 Trägern, die sich um Migranten kümmern und 51 Einrichtungen präsentieren. 2013 waren es lediglich 20 Träger. Fortschritte hat auch das Integrationsportal der Stadt gemacht, das alle wichtigen Informationen enthält und nun auch auf dem Smartphone gelesen werden kann.

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