Schule

JAG-Schüler holen ersten Preis mit Hybridkraftwerk

Die Schüler der Arbeitsgemeinschaft beim Ausbau des Windrades zum Hybridkraftwerk auf dem Schulhof des Josef-Albers-Gymnasiums. 

Die Schüler der Arbeitsgemeinschaft beim Ausbau des Windrades zum Hybridkraftwerk auf dem Schulhof des Josef-Albers-Gymnasiums. 

Foto: Sintzen

Windrad im Schulgarten wurde mit einer neuen Turbine und Solarpaneelen aufgerüstet. Von den Zentren „Zukunft durch Innovation“ gab es für dieses Hybridkraftwerk den ersten Preis

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Mit ihrem Kraftwerk auf dem Schulhof mit Batterien, Solarpaneelen und einem Windrad haben Schüler des Josef-Albers-Gymnasium (JAG) den Hybridkraftwerk-Wettbewerb der Zentren „Zukunft durch Innovation“ (zdi) gewonnen. Außerdem können sie dort jetzt ihre Handys laden

Vor eineinhalb Jahren startete die Hybridkraftwerk-AG, um auf dem Schulhof ein autarkes Kraftwerk zu konstruieren und zu errichten. Nach dem 3. Platz im letzten Jahr konnte das JAG jetzt bei der Weiterentwicklung des Kraftwerks durch die vorbildliche Herangehensweise an die Entwicklung einer geeigneten Windturbine glänzen und den ersten Platz holen.

Schülerumfrage: Wir wollen eine Handy-Ladestation

Im Jahr zuvor hatte das ausrichtende Städtische Gymnasium Herten mit einem Kraftwerk zur Automatisierung der Bewässerung und der Lüftung eines Gewächshauses gewonnen. Eine Schülerumfrage am Josef-Albers-Gymnasium ergab den Wunsch nach einer Handy-Ladestation auf dem Schulhof, gespeist mit erneuerbarer Energie.

Zunächst mussten Fundament und die Statik berechnet werden. Studenten der Hochschule Ruhr West (HRW), die mit der Leitung des Projekts beauftragt wurden, mussten viele Hürden überwinden, bis Fundament und Traverse gebaut werden konnten. Zur Weiterentwicklung des Kraftwerks wurde eine Windturbine entwickelt, die die bestmögliche Windausbeute am Standort des Kraftwerks erbringen soll. Dazu wurden mit dem schuleigenen 3-D-Drucker erstellte Modelle im Windkanal getestet und vor Ort Windmessungen durchgeführt.

Präsentation vor der Jury

Die Solarpaneele wurden in einem nach Süden ausgerichteten 35-Grad-Winkel montiert und die Elektrik für die Ladestation wetterfest verdrahtet. Die Projekttage wurden genutzt, um das Beet als Sitzgruppe im Albers-Quadrat mit Mauersteinen und Kies zu gestalten.

Die Präsentation der Ergebnisse vor der Jury des Verbundes der zdi-Zentren (zdi-K.Connection) gelang so gut, dass das Josef-Albers-Gymnasium als Mint-EC-Mitgliedsschule mit dem 1. Platz ausgezeichnet wurde. Die Jury lobte die methodische, strukturierte Herangehensweise und Weiterentwicklung des Windrads im Schulgarten, das mit zusätzlicher Sonnenenergie eine Handyladestation betreibt.

Fördergelder sind aufgebraucht

Die Schülergruppe von elf Acht- bis Zehntklässlern freut sich nun über den Gewinn, einen Besuch im Kletterpark. Die Auszeichnung würdigt das Engagement der Schülergruppe, die neben den wöchentlichen AG-Sitzungen viele Stunden ausdauernd die Errichtung des Modell-Kraftwerks vorangetrieben haben. Die 3000 Euro Fördergelder der Rütgers-Stiftung sind nun aufgebraucht, so dass für das kommende Schuljahr ein neuer Sponsor gefunden werden muss.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben