Klimaschutz

Innovation City: Herne sieht Bottrop als gutes Beispiel an

Lädt den Dienstwagen auf: Bürgermeister Klaus Strehl mit Dezernent Klaus Müller und Innogy-Mitarbeier Frank Lehmann(von rechts).

Foto: Olaf Fuhrmann

Lädt den Dienstwagen auf: Bürgermeister Klaus Strehl mit Dezernent Klaus Müller und Innogy-Mitarbeier Frank Lehmann(von rechts). Foto: Olaf Fuhrmann

Bottrop.   Revierstadt will in ihrem Zentrum nach Bottroper Vorbild den Energiebedarf und die Treibhausemissionen bis 2022 um sieben Prozent senken.

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Die Stadt Herne will in Herne-Mitte und im Stadtquartier Altenhöfen den Energiebedarf und die Treibhausemissionen bis 2022 um sieben Prozent senken. Dazu sollen dort Gebäude und Heizungen saniert sowie neue Energieträger genutzt werden. Herne gehört zu den 20 Innovation-City-Städten im Ruhrgebiet, die nach dem Vorbild Bottrops Klimaschutzprojekte auf den Weg bringen.

In dem Herner Innovation-City-Quartier leben knapp 12 000 Menschen. Der jährliche Energiebedarf in diesem Quartier könne von aktuell 270 000 Megawatt um 19 000 Megawatt gesenkt werden, sagen Experten. So reduzierten sich die Treibhausemissionen um 7200 Tonnen. Damit dies gelingt, sollen Privathaushalte bis 2022 etwa acht Prozent Strom einsparen. 34 neue Photovoltaikanlagen und 20 Solarthermieanlagen sollen gebaut, je 20 Prozent der Gebäude an Fernwärme und Erdgas angeschlossen sowie 15 Gebäude auf Wärmepumpen umgestellt werden.

Wichtig ist es, die Bürger mit ins Boot zu holen

Die Sanierungsrate bei Wohngebäuden soll um jährlich drei Prozent steigen. Um das zu erreichen, schlagen Experten nach Bottroper Beispiel Haus-zu-Haus-Beratungen vor. Außerdem sollen Projekte in Kitas und Schulen durchgeführt und Energielotsen für fremdsprachige Haushalte losgeschickt werden.

Der Herner Ulrich Syberg, SPD-Sprecher im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung, ist sicher: „Herne-Mitte wird von Innovation City profitieren“. Wichtig sei es nun, die Bürger mit ins Boot zu holen. Auch die Herner CDU-Fraktionschefin Bettina Szelag ist zuversichtlich, dass die sieben Prozent Strom eingespart werden können; Bottrop sei da ein gutes Vorbild. Sie hofft zudem, dass auch das Thema Mobilität eine große Rolle bei Innovation City spielt. Beginnen könne man hier bei Elektro-Dienstwagen für den OB und die Dezernenten.

Elektroauto für den Bürgermeister und die Dezernenten

Apropos Vorbild: In Bottrop ist das schon so, schaffte die Stadt doch ein Elektrofahrzeug für die Dezernenten an. Auch Bürgermeister Klaus Strehl nutzt den Wagen, wenn er für die Stadt unterwegs ist. Als Innovation-City-Modellstadt hat Bottrop allerdings ehrgeizigere Ziele als Herne. So will die Stadt in ihrem Projektgebiet den CO2-Ausstoß in zehn Jahren bis 2020 halbieren.

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