In der Nacht krempeln sie die Ärmel hoch

Wenn andere das Licht ausschalten, krempeln sie die Ärmel hoch: Nachtarbeiter. In Bottrop sind rund 6000 Beschäftigte in der Nacht aktiv, rund zwölf Prozent aller Beschäftigten. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich hierbei auf aktuelle Schätzungen des Mikrozensus. Vor dem Hintergrund der Debatte um die „Arbeit 4.0“ warnt die NGG Ruhrgebiet vor einer weiteren Aufweichung der Arbeitszeiten: „Heute sind der Bäcker oder die Lebensmitteltechnikerin typische ,Mondzeit-Jobber‘. Aber durch die Digitalisierung könnte das Arbeiten in der Nacht bald noch viel mehr Berufe treffen“, sagt Geschäftsführerin Yvonne Sachtje.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Wenn andere das Licht ausschalten, krempeln sie die Ärmel hoch: Nachtarbeiter. In Bottrop sind rund 6000 Beschäftigte in der Nacht aktiv, rund zwölf Prozent aller Beschäftigten. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich hierbei auf aktuelle Schätzungen des Mikrozensus. Vor dem Hintergrund der Debatte um die „Arbeit 4.0“ warnt die NGG Ruhrgebiet vor einer weiteren Aufweichung der Arbeitszeiten: „Heute sind der Bäcker oder die Lebensmitteltechnikerin typische ,Mondzeit-Jobber‘. Aber durch die Digitalisierung könnte das Arbeiten in der Nacht bald noch viel mehr Berufe treffen“, sagt Geschäftsführerin Yvonne Sachtje.

Zusammen mit dem nordrhein-westfälischen Arbeitsministerium hat die Gewerkschaft deshalb das Projekt „Arbeit 2020“ gestartet. „Es geht darum, beim digitalen Wandel am Arbeitsplatz ein Wort mitzureden“, sagt Sachtje. Denn die Digitalisierung könne das Berufsleben künftig massiv verändern – von ungewöhnlichen Arbeitszeiten, über die E-Mail nach Feierabend bis hin zur Anlagensteuerung per Smartphone. Arbeitsstandards und faire Löhne dürften hierbei aber nicht unter die Räder kommen, so die NGG.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben