Ambulante Hospizgruppe

Hospizgruppe informiert auch wieder auf Bottrops Märkten

Seit der Gründung vor 25 Jahren in der Ambulanten Hospizgruppe: Elisabeth Sutmann, Ursula Bleier-Josfeld, Elisabeth Rudnick-Bloch, Yvonne Diehl, Joan Brüggemeier, Erika Niggemeier mit dem aktuellen 1. Vorsitzenden Peter Frank (v.l.).

Seit der Gründung vor 25 Jahren in der Ambulanten Hospizgruppe: Elisabeth Sutmann, Ursula Bleier-Josfeld, Elisabeth Rudnick-Bloch, Yvonne Diehl, Joan Brüggemeier, Erika Niggemeier mit dem aktuellen 1. Vorsitzenden Peter Frank (v.l.).

Foto: AHGB

Bottrop.  Vor 25 Jahren gründeten 30 Frauen und Männer die Ambulante Hospizgruppe als Verein. Heute gibt es 63 aktive und 87 passive Mitglieder.

Eine Feier zum 25-jährigen Bestehen als eingetragener Verein musste die Ambulante Hospizgruppe in Zeiten von Corona bereits im Frühjahr absagen. Aber das Wesentliche seien ja auch nicht Feiern, sondern die Menschen, befand der Vorstand. Möglich aber ist, sich auf das Wesentliche zu beschränken und vor allem die Menschen in den Blick zu nehmen, ohne die es die Hospizgruppe gar nicht gäbe.

Schon 1993, also noch vor der Vereinsgründung, erfolgte die erste Sterbebegleitung am Krankenbett. Heute ist die Arbeit der Hospizgruppe fest in der Bottroper Gesellschaft verankert – wesentlich ein Verdienst dieser Pionierinnen und Pioniere. Auch die Gründung des stationären Hospizes geht übrigens mit auf ihre Initiative zurück. Um diesen Menschen zu danken, hat der Vorstand daher diejenigen zu einem Jubiläumsfrühstück eingeladen, die bis heute der Ambulanten Hospizgruppe die Treue gehalten haben und die noch erreichbar waren.

Die Arbeit der Gruppe geht weiter

Sechs Jubilarinnen und ein Jubilar sind schließlich der Einladung auch in Corona-Zeiten gefolgt - und erwartungsgemäß schwelgte man nicht nur in Erinnerungen. „Auf die Zukunft!“, war der Tenor der lebhaften Gespräche. Natürlich drehte sich die Unterhaltung auch um die schwierigen Anfangsjahre. Das größere Interesse der Gäste galt jedoch der aktuellen Entwicklung der Ambulanten Hospizgruppe und den Herausforderungen der Zukunft. „Dass unsere Arbeit weitergeführt wird, das ist für uns der größte Dank“, so lautete denn auch das Fazit einer Teilnehmerin.

Am 21. März 1995 wurde die „Hospizgruppe Bottrop“ als eingetragener Verein gegründet. 30 Mitglieder unterschrieben nach langen Vorarbeiten die Gründungsurkunde. Damals verbreitete sich der Hospizgedanke noch eher zögerlich in Deutschland, regelrechte Pionierarbeit war gefragt und ambulante Hospizdienste und stationäre Einrichtungen waren die Ausnahme.

Ab 1. Oktober präsentiert sich die Ambulante Hospizgruppe erstmals seit dem Corona-Ausbruch wieder in der Öffentlichkeit mit einem Infostand: 1. Oktober, Kirchhellener Markt. 8. Oktober, Fuhlenbrocker Markt. 9. Oktober, Eigener Markt. 10. Oktober, Altmarkt Stadtmitte. Jeweils von 10 bis 12 Uhr. Info: www.hospizgruppe-bottrop.de.

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