Kultur

Hof Jünger: So geht Konzertbesuch in Corona-Zeiten

Serviert wird mit Maske am Sitzplatz: Hermann Reinbold, Vorsitzender des Bürgervereins, erläutert das Schutzkonzept für das Konzert am Sonntag.

Serviert wird mit Maske am Sitzplatz: Hermann Reinbold, Vorsitzender des Bürgervereins, erläutert das Schutzkonzept für das Konzert am Sonntag.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Nach der Corona-Zwangspause startet der Hof Jünger Sonntag wieder sein Konzertprogramm. Vieles wird für die Besucher anders sein als gewohnt.

Den ersten Filmabend nach der Corona-Zwangspause hat der Bürgerverein Hof Jünger schon hinter sich gebracht. Am Sonntag um 17 Uhr steht mit dem „Weltklassik“-Konzert der Pianistin Nadejda Vlaeva die Nagelprobe für das Hygienekonzept bei Veranstaltungen an. Der Nachmittag wird anders ablaufen als gewohnt. Das zeigt ein Durchgang durch Haus 2 mit Hermann Reinbold, dem Vorsitzenden des Bürgervereins.

„Hier geht es los“, sagt Reinbold und zeigt auf die Abstandsmarkierungen auf der Terrasse von Haus 2, Damit es im Foyer kein unnötiges Gedränge gibt, werden die Besucher bereits an Tischen draußen vor der Tür die Karten mit den Kontaktdaten ausfüllen, die im Falle einer Infektion eine Rückverfolgung möglich macht. Wer seine Karte bereits daheim ausgefüllt hat, muss sie hier nur abgeben. Hinweistafeln an der Tür mahnen die Maskenpflicht an und die Einhaltung des Mindestabstands von anderthalb Metern.

Tresen ist abgesperrt

Sobald Reinbold die Tür aufschließt, fällt der Blick auf rot-weißes Flatterband: Der Tresen im Foyer ist abgesperrt. „Den gewohnten Ausschank vor Konzertbeginn im Foyer wird es nicht geben“, sagt Reinbold, „Getränke werden am Platz serviert.“ Dazu gleich mehr.

Aus dem Foyer führt ein Weg zur Toilette. Wer sie nutzt, wird durch einen abgesperrten Bereich des Heimathauses nebenan wieder zur Terrasse gelotst, um Begegnungsverkehr zu vermeiden. Pfeile auf dem Boden weisen die Wege zur Garderobe (bitte einzeln eintreten!), zur Abendkasse (dito), wo erneut Kontaktdaten notiert werden, und zur Treppe hoch zum Theatersaal.

Reduzierte Platzzahl

Dort sind die Plätze auf 44 reduziert, um den Mindestabstand zur Bühne einzuhalten. „Den Mindestabstand müssen wir zwischen den Sitzen nicht einhalten, wenn wir den Besuchern feste Sitzplätze zuweisen“, sagt Reinbold. Denn freie Platzwahl war vor Corona. Jetzt steht die verbindliche Sitzplatznummer auf der Eintrittskarte.

Die hintere Stuhlreihe an der Rückwand ist reserviert für das Servicepersonal, das auch den Getränkeservice an den Sitzplätzen übernimmt für alle Gäste, die sich entsprechend bemerkbar machen. Bis zum Platz herrscht Maskenpflicht. Reinbold wird in seiner Begrüßung allerdings alle bitten, die sich dazu in der Lage sehen, den Mund-Nasen-Schutz auch während des Konzertes zu tragen.

„Abmarsch der Reihe nach“

Ordner werden in der Pause wie zu Beginn und Ende der Veranstaltung den Verkehr auf der Treppe regeln. Bei Bedarf, sagt Reinbold, werde der Verein deshalb die Pause verlängern, damit alle Besucher zu Beginn des zweiten Konzert-Teils wieder an ihre Plätze gelangen können. „Der Abmarsch wird organisiert wie in der Schule: der Reihe nach, die letzte Reihe zuerst.“

Die Blaupause der Konzertbestuhlung zu Corona-Bedingungen wird allerdings bei Kabarettveranstaltungen nicht umsetzbar sein. Der Vorstand des Bürgervereins schätzt, dass Kabarett sich nur rechnet, wenn mindestens 75 Besucher in den Saal dürfen. Reinbold: „Dann können wir keinen Mindestabstand mehr einhalten.“ Deshalb wird er das Gespräch mit Hof-Kabarettist Benjamin Eisenberg suchen zur Planung der nächsten Termine für „Kabarett im Hof“.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben