Hof Jünger

„Hörprobe – Kostprobe“: Genuss für Ohren und Gaumen

Das Geschwisterpaar Marijke und Michiel Wiesenekker war nicht zum ersten Mal zu Gast in Hof Jünger.

Foto: Thomas Gödde

Das Geschwisterpaar Marijke und Michiel Wiesenekker war nicht zum ersten Mal zu Gast in Hof Jünger. Foto: Thomas Gödde

Bottrop-Kirchhellen.   „Hörprobe – Kostprobe“ im Kulturzentrum Hof Jünger. Duo Wiesenekker macht Musik. Kirchhellener Paar serviert Wein vom Gardasee als Kostprobe.

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Für Gabriele und Heinz Schlüter war der Abend eine Premiere, für Marijke und Michiel Wiesenekker bedeutete er eine Rückkehr: Mit „Hörprobe – Kostprobe“ hat das Team des Kulturzentrums Hof Jünger am Freitag den akustischen mit dem Trink-Genuss verbunden. Denn während sich das Kirchhellener Ehepaar um die Präsentation italienischer Weine aus der Region am Gardasee kümmerte, war das niederländische Geschwister-Duo für die musikalische Unterhaltung verantwortlich.

„Die beiden waren schon öfter hier“, sagte Hermann Reinbold, Vorsitzender des Trägervereins, auf Nachfrage. Als die Ehrenamtlichen sich vor einigen Jahren daran machten, ihr Programm auszubauen, sei Marijke Wiesenekker eine der ersten gewesen, die zusagte. Als „Amsterdams Gitaar- & Mandonline Duo“ angekündigt, boten die beiden ein sehr abwechslungsreiches Programm. Als jüngster Zuhörer war der Säugling der Musikerin im Saal, denn das Konzert sei das erste nach der Mutterschafts-Pause, verriet sie.

Lieder passend zum Herkunftsland der Weine

Mit ihrer Liedauswahl nahmen die Geschwister auch auf das Herkunftsland der Weine Rücksicht. Als „typisch für Italien“ stellte das Duo die Frühlingsnacht mit dem Titel „Buena Sera“ vor. Romantisch und spannend kam Prokofjews „Romeo und Julia“ daher. Das habe dieser auch für Mandoline komponiert, sagte Marijke Wiesenekker. Bei der „Morgen-Serenade“, eigentlich für ein Orchester geschrieben, griff auch der Bruder zur Mandoline, und das Stück steigerte sich auf ein überraschendes Ende zu. Der Gitarrist sei „im Herzen eine Mandoline-Spieler“, lobt die Schwester.

„Extra für den Abend“ hatten die beiden eine Eigenkomposition mitgebracht. Mit Antonio Vivaldi ging‘s wieder in den Süden, und mit der Filmmusik aus „Der Pate“ entließen die sympathischen Musiker ihr Publikum aus dem Theatersaal in die Weinprobe in der Tenne.

Premiere für die Weinprobe

Dort warteten Gabriele und Heinz Schlüter auf die Weinfreunde. Fünf Sorten, je zwei weiße und rote sowie einen Rosé, hatten sie mitgebracht. Zwar gebe es Weinproben im privaten Rahmen, aber dieser Abend sei eine Premiere, sagte sie. Unter dem Namen Punta Vino vertreibt das Ehepaar Weine der Azienda Agricola Pilandro. Die Familie Lavelli, die das Weingut besitzt, gehört zur Verwandtschaft der Kirchhellener. So kam der Kontakt zustande.

Der Lugana, eine Weißweinsorte, erlebe seit einigen Jahren „einen Hype“, erklärte Gabriele Schlüter. Da es kein Ladenlokal gibt, könnten die Weine günstiger angeboten werden, sagte sie. Auch einige Restaurants gehörten zu den Kunden. Inzwischen im Ruhestand, sehen Schlüters ihren Weinhandel eher als Hobby. Immerhin: Sohn Fabian könne sich vorstellen, Punta Vino fortzuführen, sagte die Mutter.

Die meisten Kunden kommen aus der Umgebung

  • Zwei Mal im Jahr fährt das Ehepaar Schlüter an den Gardasee, um Weine mitzubringen. Eher leichte Sorten bieten die beiden bevorzugt an.
  • Auch Sekt und Olivenöl gehört zur Produktpalette. Vor allem aus der Umgebung kommen die Kunden, einzelne Bestellungen aber auch von weiter her.

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