Kinderdorf Bottrop

Helfer packen einen Container mit Hilfsgütern für Gambia

Die Gambia AG eines Dinslakener Gymnasiums packte einen Container mit Kleinbus und alten Schulmöbeln fürs Kinderdorf Bottrop in Gambia.

Die Gambia AG eines Dinslakener Gymnasiums packte einen Container mit Kleinbus und alten Schulmöbeln fürs Kinderdorf Bottrop in Gambia.

Foto: Jochen Emde

Bottrop.   Über einen Monat wird es dauern, bis der Container im Kinderdorf Bottrop in Gambia ankommt. Sein Inhalt: ein Kleinbus und Schulmöbel.

Der Schulbus ist über den Hafen im belgischen Antwerpen auf dem Weg zum Kinderdorf Bottrop in Gambia: an Bord eines Seefrachtcontainers. Aufgeladen wurde der Mercedes Sprinter am Freitag im Duisburger Hafen. Tags darauf sorgten in Dinslaken über 30 Helfer dafür, dass die wertvolle Fracht am 24. Mai auch heil in Afrika ankommt.

Der Kleintransporter wurde von innen und außen bis zur Bewegungsunfähigkeit zugepackt: mit Möbeln und Matratzen, Kisten und Kartons, Lattenrost und Zementsäcken. Und dass auch alles auf den Millimeter genau passt und nicht wackelt, dafür sorgte einmal mehr der Verpackungskünstler Günter Meyer. Der Spediteur aus Pulheim mit norddeutschen Wurzeln setzt sich seit 20 Jahren für das Hilfsprojekt ein.

Gymnasium finanziert den Bus

Beladen wurde der 40-Fuß-Container auf dem Schulhof des Otto-Hahn-Gymnasiums in Dinslaken. Die zündende Idee, mit einer Schulbuslinie Kindern und Müttern den weiten Weg zum Kindergarten Bottrop in Gambia zu erleichtern, hatten wie berichtet zwei Schüler der Dinslakener Penne: als sie im Herbst 2018 mit ihren Lehrern Nina Hebisch und Sebastian Steinzen ein dreiwöchiges Praktikum im Kinderdorf absolvierten. Ergebnis: Das Gymnasium finanziert den Bus und wird ihn auch unterhalten.

Zur Regel sollen künftig dreiwöchige Herbst-Praktika der Dinslakener Schule in Gambia werden. Die Lehrer Hebisch und Steinzen schlagen dabei einen dreiwöchigen Aufenthalt im westafrikanischen Land an der Atlantikküste vor, „unter anderem aus Gründen der Akklimatisierung und Pädagogik“. Für die Herbstferien sind zwei Schülerinnen bereits gebucht.

An Bord des Containers sind neben dem Schulbus Dutzende von Möbeln für den Kindergarten und Holz-Spielgeräte, von Bauklötzen und Fahrrädern bis zu Tafeln und Kasperl-Theater. Die IT-Lehrer der Technical High-School werden sich über PC freuen.

Erste-Hilfe-Station im Aufbau

Für den Aufbau einer Erste-Hilfe-Station im Kinderdorf Bottrop in Gambia gehen neun Kartons mit Verbandsstoffen auf die Reise. Für weitere Transporte werden auch Verbandskästen gesucht, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Normalerweise müssten sie dann vernichtet werden, sie kommen bekanntlich nicht mehr über den TÜV. „Geschultes Personal untersucht akribisch das Material in diesen Verbandskästen, ob es noch verwendbar ist“, betont Wolfgang Gerrits, Vorsitzender des Kinderdorfes Bottrop in Gambia, „erst dann werden sie für unsere neue Erste-Hilfe-Station nach Gambia geschickt.“

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