Vogelzählung

Haussperling ist die Nummer 1 in Bottroper Gärten

Der Haussperling – auch bekannt als Spatz – wurde am häufigsten gezählt.

Foto: Nicolas Armer

Der Haussperling – auch bekannt als Spatz – wurde am häufigsten gezählt. Foto: Nicolas Armer

Bottrop.   Naturschutzbund legt Ergebnisse der Vogelzählung vor. Bottrop liegt im Bundestrend. Nach schlechten Zahlen im Vorjahr hat sich Bestand erholt.

Der Haussperling kommt in den Bottroper Gärten am häufigsten vor. Das ist das Ergebnis der großen Vogelzählung, zu der der Naturschutzbund (Nabu) regelmäßig aufruft. Im Januar haben sich wieder viele Vogelfreunde beteiligt und eine Stunde lang die Vögel in ihren Gärten oder in den Parks gezählt. Das Bottroper Ergebnis weicht nur leicht vom landesweiten ab. Dort setzte sich die Kohlmeise an die Spitze. Doch auch in Bottrop fiel die Bewertung knapp aus. Hier wurde lediglich ein Sperling mehr gezählt. Bundesweit besetzt der Haussperling ebenfalls den Spitzenplatz der Liste.

Der Nabu spricht davon, dass diese „Stunde der Wintervögel“ alle Rekorde gebrochen habe. Mehr als 130 000 Bürger hätten sich in diesem Jahr auf die Lauer gelegt, um die Vögel im heimnischen Umfeld zu zählen. Mit einem aus Nabu-Sicht erfreulichen Ergebnis. Denn es haben sich wieder mehr Vögel in den Gärten niedergelassen. „Die auffällig niedrigen Zahlen aus dem Vorjahr waren also ein Ausreißer“, sagt Nabu-Geschäftsführer Leif Miller. Von den meisten Arten seien ähnlich hohe Bestände gemeldet worden wie im langjährigen Durchschnitt.

Zunehmend milde Winter

Das untermauern auch die aktuellen Bottroper Zahlen – etwa beim Haussperling. 329 Beobachtungen meldeten die Teilnehmer in diesem Jahr, im vergangenen waren es 268. Überhaupt zeigt sich in der Top-Ten der Vogelwelt ein stattliche Plus.

Gleichwohl sei der langjährige Trend leicht rückläufig, heißt es beim Nabu. Danach sind in diesem Jahr 39 Vögel pro Garten gesichtet worden. Miller. „Bei der ersten Zählung 2011 waren es aber noch 46. Im vergangenen Jahr wurden lediglich 34 Vögel gesichtet.“ Und auch die Auswirkungen der zunehmend milden Winter ließen sich aus den Ergebnissen der Zählung ablesen. Wenig frostige Tage haben Auswirkungen auf das Zugverhalten einiger Vögel. Sie bleiben vermehrt in unseren Breiten und gehen dann mit in die Vogelzählung ein. Ein Beispiel dafür sind die Heckenbraunelle oder der Star. Auch in Bottrop wurden diese Tiere beobachtet. Die Heckenbraunelle schaffte es mit 58 Sichtungen auf den zwölften Rang, der Star flog auf Platz 21.

Waldkauz beobachtet

Interessant der Blick auf den unteren Teil der Bottroper Statistik: Dort tauchen seltenere Vögel auf. So hat ein Teilnehmer einen Waldkauz beobachtet. Aber auch Grünspecht, Mäusebussard oder Turmfalken konnten die hiesigen Vogelfreunde bei ihren Beobachtungen ankreuzen.

Insgesamt haben 121 Bottroper bei der Aktion mitgemacht und in 77 Gärten oder Parks 2560 Vögel gezählt.

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