Nachruf

Hanns Große-Wilde ist im Alter von 82 Jahren gestorben

Hanns W. Große-Wilde

Foto: Birgit Schweizer

Hanns W. Große-Wilde Foto: Birgit Schweizer

Bottrop.   Der ehemalige Veba-Manager und Mitbegründer der Historischen Gesellschaft galt als engagierter Bürger. 1997 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

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Ein engagierter Bottroper ist gestorben. Dr. Hanns Wilhelm Große-Wilde wurde 82 Jahre alt.

Große-Wilde wurde am 28. Februar 1936 in Bottrop geboren. Bei dem Immobilienunternehmen Veba machte er rasch Karriere.

Bereits 1969/70 war er als Direktor der Veba AG verantwortlich für das Personal, die Wohnungswirtschaft und die allgemeine Verwaltung. Im Januar 1980 wurde er zum Vorstand von Veba Wohnen bestellt, 1993 gehörte er dem Vorstand Veba Immobilien AG an. In der Veba Urbana AG fungierte er als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Mit Vollendung seines 62. Lebensjahres trat Große-Wilde nach 31 Veba-Jahren in den Ruhestand.

Seiner Heimatstadt Bottrop war er sehr verbunden

Seine Verbundenheit mit Bottrop unterstrich er im Juni 1997, als ihm in Düsseldorf das Bundesverdienstkreuz verliehen werden sollte. Auf seinen Wunsch hin nahm er die Auszeichnung im Rathaus seiner Heimatstadt entgegen. Dazu reiste der damalige NRW-Bauminister Michael Vesper an. Dessen Worte seinerzeit: „Sie sind ein Mann, der fest in der Region verwurzelt ist und zugleich auf überörtlicher Ebene bleibende Spuren hinterlassen hat“.

Große-Wilde besetzte eine Reihe von Ämtern und Ehrenämtern. Er übernahm den Vorsitz des Aufsichtsrates der Volksbank Kirchhellen und war aktiv in Verbänden der Wohnungswirtschaft. Auf lokaler Ebene engagierte er sich in kirchlichen und gesellschaftlichen Gruppen. Er war Mitbegründer der Historischen Gesellschaft und ihr Vorsitzender seit der ersten Stunde. Der Alten Allgemeinen Bürgerschützengesellschaft saß er ebenfalls vor.

Auf eine Anklage wurde verzichtet

1992 und 1998 musste sich Große-Wilde gegen Vorwürfe wehren, nach denen er Bauarbeiten für sein Privathaus unrechtmäßig in Anspruch genommen haben sollte. Auf eine Anklage wurde verzichtet, nachdem die Staatsanwaltschaft die Vorwürfe geprüft hatte.

Nachdem Hanns Wilhelm Große-Wilde in den Ruhestand getreten war, erarbeitete er die Dissertation „Unternehmensführung als personale Führungsaufgabe“, für die ihm 2005 die Komenius Universität in Pressburg/Bratislava den akademischen Grad Dr. Philosophie verlieh.

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