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Handgeschnitzt und getöpfert: Krippen wecken Kreativität

Selbst gebaut haben Marlies und Norbert Hollender ihre Krippe  

Selbst gebaut haben Marlies und Norbert Hollender ihre Krippe  

Foto: Norbert Hollender

  Viele Familien bauen nicht nur den Stall zu Bethlehem selbst, sondern erschaffen mit viel Fantasie auch die Figuren in ihrer Weihnachtskrippe.

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Die Krippe von Andrea und Paul Döing erinnert an ein Haus, das auch Künstler Friedensreich Hundertwasser entworfen haben könnte. Eigentlich ist es gar kein richtiges Haus, sondern eher eine Rückwand für die Krippenfiguren. Diese sind Marke Eigenbau. „Ich modelliere die Figuren aus lufttrocknender Modelliermasse, es gibt Menschen und Tiere aus aller Welt“ erzählt Andrea Döing.

1983 hat die Bottroperin damit angefangen, die Krippe aufzubauen. Sie wächst seither jedes Jahr um eine Figur. 43 Krippenfiguren waren es bisher. Auch die schwangere Maria ist darunter. Kurz vor dem Weihnachtsfest kam nun die 44. Figur hinzu.

In St. Franziskus steht die heimische Krippe in groß

Bei Thomas Dodt und seiner Familie begann die Leidenschaft für eine schöne Weihnachtskrippe Anfang der 1990er Jahre nach einem Besuch im Wallfahrtsort Kevelaer. „Mit der Heiligen Familie und einem Hirten begann alles“, erinnert sich der Bottroper. Als Großformat sei die Krippe so auch in der Kirche St. Franziskus in Welheim zu sehen. Zuhause im Brinkmannsfeld besteht der Stall zu Bethlehem mittlerweile aus 16 größeren Figuren wie Hirten, Frauen, Kindern, einem schwebenden Engel und den drei Heiligen Königen sowie Kamel und Kameltreiber. „Wenn man die ganzen kleinen Figuren wie Schafe, Hunde, Hühner und die in der Ferne stehenden Personen dazurechnet, kommt man auf 50 Figuren“, meint Dodt.

Die Figuren sind bei einem Hersteller direkt in Kevelaer gekauft. Doch in den Krippenbau investiert Dodt viel Zeit. „Die den Krippenstall umgebene Landschaft auf drei Ebenen gestalte ich jedes Weihnachtsfest wieder etwas anders“, erklärt der Bottroper. Dazu verwendet er viel Moos, unterschiedliche Holzspäne, Sand und jede Menge Tannenzapfen.

Handgeschnitzt und aus schimmerndem Pinienholz

Handgeschnitzt und aus Pinienholz ist die Krippe der Familie Rotthoff in Kirchhellen. „Jedes Jahr zu Weihnachten freuen wir uns über den schönen Anblick“, sagt Hubert Rotthoff. Über 50 Jahre alt ist die Krippe mit ihren 20 Figuren. Sie stammt aus Oberbayern. Marlies und Norbert Hollender wiederum haben vor 32 Jahren mit ihrer Krippe begonnen. „Selbst gebaut“, betont Norbert Hollender. 39 Figuren gruppieren sich um ihren Stall.

Wie bei Andrea Döing sind auch die Krippenfiguren von Marlies Frischmann selbst gefertigt. Die Kirchhellenerin hat sie getöpfert. „Die Krippe ist für uns sehr wichtig und bleibt bis Maria Lichtmess stehen“, erklärt sie und verrät: „Die älteste Figur ist 47 Jahre alt und wurde von unsere Tochter Britta mit fünf Jahren getöpfert“.

>>> SCHREIBEN SIE BITTE MIT FOTO AN DIE REDAKTION

Liebe Leserinnen und Leser haben Sie mehr als zwölf Figuren zu bieten? Schreiben Sie einige Zeilen zu dem Stichwort „Krippe“ an WAZ, Osterfelder Straße 13, 46236 Bottrop.

Schicken Sie eine E-Mail mit an: redaktion.bottrop@waz.de. Geben Sie bitte Telefonnummer und Anschrift an. Gerne können Sie ein Foto Ihrer Krippe mitsenden.

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