Straßenverkehr

Halbseitig parkende Autos beschädigen die Bürgersteige

Autos, die wie hier an der Zeppelinstraße mit zwei Rädern auf Bürgersteigen stehen, beschädigen sie oft. Das Tiefbauamt flickt solche Bürgersteige nun mit Asphalt.

Foto: Heinrich Jung

Autos, die wie hier an der Zeppelinstraße mit zwei Rädern auf Bürgersteigen stehen, beschädigen sie oft. Das Tiefbauamt flickt solche Bürgersteige nun mit Asphalt. Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Durch schwere Fahrzeuge zerbrechen Platten und verformen sich Wege. Das Tiefbauamt flickt die kaputten Gehwege nur noch mit Asphalt.

Überall dort, wo Autos halbseitig auf den Bürgersteigen parken dürfen, bessert das Tiefbauamt die Gehwege künftig nur noch mit Asphaltschichten aus. Denn die parkenden Fahrzeuge sind so schwer, dass sie die Bürgersteige stark beschädigen. Es zerbrechen Gehwegplatten und die Fußwege verformen sich durch die schweren Lasten.

„Wir werden jetzt nicht etwa alle Gehwege in der Stadt asphaltieren“, beruhigt Ressortchef Heribert Wilken, doch überall wo die Tiefbauer immer wieder kaputt geparkte Gehwege reparieren müssen, komme jetzt eine dickere Asphaltschicht hin. So spart die Stadt das wenige Geld, das ihr überhaupt für die Instandhaltung der Bürgersteige bleibt.

Für große Lasten sind Gehwege nicht gebaut

„Viele Gehwege sind ja nicht gerade neu, und sie wurden nun einmal auch nicht dafür gebaut, dass darauf Autos mit zwei Rädern abgestellt werden“, erklärt Wilken. Der Untergrund sei für so schwere Lasten daher nicht tragfähig genug. „Wir merken, dass die Bürgersteige durch das halbseitige Parken so kaputt gefahren werden, dass unser Aufwand für Reparaturen immer größer wird“, sagt der Tiefbau-Chef.

Zerbrochene oder schief gefahrene Gehwegplatten immer wieder auszubessern, erhöhe den Aufwand zu sehr. Die Möglichkeit, die Platten des beschädigten Bürgersteigs neu zu verlegen, nachdem dieser einen Untergrund bekommen habe, der fürs Parken stabil genug wäre, scheide aus, weil der Stadt dazu das Geld fehle. „Das wäre sehr teuer“, betont Wilken.

Asphalt ist auch einfacher sauber zu halten

Normalerweise werde fürs halbseitige Parken ein ein Meter bis 1,20 Meter breiter Streifen des Bürgersteigs benötigt. „In dieser Breite nehmen wir dann die Gehwegplatten heraus und tragen eine dickere Tragschicht aus Asphalt auf“, erläutert Wilken. Auf dem übrigen Teil des Bürgersteiges bleibe die Gehwegplatten liegen. Die Asphaltschicht fürs Parken wird dann mehr als doppelt so dick sein wie der Fahrbahnasphalt auf den Straßen, um für mehr Stabilität zu sorgen. „Wir schlagen so zwei Fliegen mit einer Klappe“, meint Wilken. Denn der Asphalt sei nicht nur stabiler, sondern auch einfacher sauber zu halten.

„Wir werden sukzessive generell im gesamten Stadtgebiet so vorgehen“, kündigt der Tiefbauleiter an; also in Kirchhellen genauso wie in der Boy. Dabei ist ihm klar, dass das nicht jedem Bürger besonders gefallen wird. In Grafenwald etwa hätten sich auch schon Anwohner darüber Aber, sagt Wilken: „Unsere finanziellen Mittel sind begrenzt“.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik