Premiere

Grusellabyrinth gibt die Kulisse für eine Hochzeitsmesse

Die Kobolde Tiberius und Tiberia Grimm treffen eines der Models, das neue Brautmoden zeigt.

Die Kobolde Tiberius und Tiberia Grimm treffen eines der Models, das neue Brautmoden zeigt.

Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   Erstmals gab es im Bottroper Grusellabyrinth eine Hochzeitsmesse. Das Ambiente fand schnell Zuspruch. Weitere Veranstaltungen sollen folgen.

Kobolde, der große Malakoffturm und mittendrin Brautkleider und Eheringe. Am Wochenende fand im Observatorium des Grusellabyrinths die erste Hochzeitsmesse statt. Schon von draußen ist zu erkennen, dass diesmal nicht alle Besucher zum Gruseln gekommen sind. Am Eingang vor dem großen Sensenmann zeigt ein Wagen die Aufschrift „Just Married“.

Die enge Treppe am Eingang führt ins Observatorium, wo bereits romantische Musik und weiße Tüten mit der rosafarbenen Aufschrift „Ja“ die Besucher erwarten. In dieser Kulisse haben Holger Czeranski vom B&C-Verlag und Holger Schliemann, Geschäftsführer des Observatoriums, die zweitägige Hochzeitsmesse organisiert. Ursprünglich sollte sie andernorts stattfinden, aber es gab letztlich gute Gründe für das Observatorium, das übrigens auch für Hochzeitsfeste gemietet wird. „Die blanken Wände und der Blick auf den Malakoffturm von dem Balkon aus - da bekommt man die Industrieromantik hautnah mit“, erklärt Schliemann.

Aussteller rücken enger zusammen

25 Aussteller haben sich zu dieser Messe-Premiere an der Knappenstraße eingefunden. Die meisten von ihnen stammen aus Bottrop. „Weil der Platz hier begrenzt ist, mussten wir ein wenig zusammenschieben. Aber das war für die Aussteller kein Problem. Alles hat super funktioniert. Das ist typisch Bottrop“, meint Czeranski.

Familiäre Atmosphäre

Die fast schon familiäre Atmosphäre spricht auch die Besucher an. Zum Beispiel Deborah und Lukas, die sich für Hochzeitsmessen begeistern können und deshalb vorbei schauten. „Wir sind wirklich positiv überrascht. Das ist hier alles so familiär und nicht so überladen wie auf anderen Messen.“

Zweimal am Samstag und am Sonntag gab es eine Brautmodenschau. Dazu war mittig ein roter Teppich ausgelegt worden, auf dem die Models den aktuellen Trend vorführen. Wie Brautpaare laufen sie mit langsamen Schritten an den Ständen vorbei und liefern auf diese Weise ihre Inspirationen beim Publikum ab. Untermalt wird die Messe mit Live-Gesang, der gezielt und passend für Gänsehaut-Momente sorgt.

Was wäre eine Hochzeit ohne die Flitterwochen? So überrascht es kaum, dass auch ein Reisebüro Präsenz zeigt. Deren Vertreterin Denise Kaufmann: „Ich hatte zunächst gedacht, dass sich die meisten Leute auf einer solchen Messe sehr viel mehr für Schmuck und Mode interessieren. Aber es kamen erstaunlich viele Besucher, um sich auch über Ziele und Gestaltung der Flitterwochen zu informieren.“

Beim nächsten Mal ist Malakoffturm dabei

Die Organisatoren werten ihre Premiere als einen vollen Erfolg, so dass es eine Fortsetzung geben soll. Dazu haben Czeranski und Schliemann bereits einige Anregungen gesammelt, die sie beim nächsten Mal umsetzen möchten. Einigen Gästen fehlte zum Beispiel ein Hochzeitsfriseur oder auch ein Schuhaussteller. „Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben“, meint Czeranski. Erste Überlegungen führten schon dazu, dass künftig auch der benachbarte Malakoffturm und damit das historische Gelände mit einbezogen werden soll.

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