Staubbelastung

Grüne wollen zwischen Anwohnern und Kokerei vermitteln

Ratsfrauen und Landtagsabgeordnete der Grünen besuchten die Kokerei

Ratsfrauen und Landtagsabgeordnete der Grünen besuchten die Kokerei

Foto: Grüne

Bottrop.   Politiker aus Rat und Landtag suchen Gespräch mit allen Seiten. Sie werben für bessere und direktere Kommunikation.

Die Belastung der Anwohner in Welheim durch Staub, der von der Kokerei ausgeht, sowie der Wechsel in der Geschäftsführung des Unternehmens, waren für die Grünen Anlass, der Kokerei einen Besuch abzustatten und sich intensiv mit den Verantwortlichen auszutauschen. Neben den Ratsfrauen Andrea Swoboda und Sigrid Lange nahmen auch Grünen-Landtagsabgeordnete, darunter die ehemalige Gesundheitsministerin Barbara Steffens, teil.

Den Grünen lag die Information und Kommunikation mit den Bürgern am Herzen. „Es muss oberstes Gebot sein, die Ängste der Anwohner ernst zu nehmen und nicht nur auf die Einhaltung von Werten zu verweisen. Ein kurzer und heißer Draht muss her.“ Barbara Steffens brachte ihre Erfahrung als Gesundheitsministerin ein und schlug ein eigenes Verfahren zur Bürgerinformation vor. Andrea Swoboda hält ergänzend dazu eine Mitteilungsplattform via App für einen modernen Ansatz, mit dem andere Betriebe zum Beispiel auch die Best, einen guten Draht aufbauen.

Kokerei beeindruckt die Politiker

Von dem Unternehmen sind die Grünen beeindruckt. Sei die theoretische Präsentation der Geschichte, der Arbeit vor Ort, der Einkauf der Kokskohle auf dem Weltmarkt und die Übernahme von Mitarbeitern der RAG schon sehr informativ, so staunten bei der Besichtigung sowohl die Bottroper als auch die Landtagsgrünen sehr. „Sicherheit und Gesundheitsschutz werden im Werk groß geschrieben. Davon konnten wir uns überzeugen“, sagte Ratsfrau Andrea Swoboda. „Die Immissionen werden wir niemals bei einer solchen Arbeit auf Null fahren können,“ erklärte Geschäftsführer Jörn Pufpaff. „Doch wir arbeiten täglich an einer Minimierung der Belastung und halten die Grenzwerte ein, in der Regel“, versicherte er.

Nach dem Gespräch trafen die Grünen Anwohner. Sigrid Lange als umweltpolitische Sprecherin der Ratsfraktion versteht sich dabei als Vermittlerin: „Dreckige Staubtücher haben wir von den Anwohnern bekommen und zugesagt, dass wir diese auch als Thema auf den Tisch bringen. Und das haben wir wortwörtlich auch getan. Wir wollen anschaulich die Sorgen vermitteln.“

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