Abwassergebühr reduzieren

Gartenwasser ist kein Abwasser - Gebühren reduzieren

Wer viel gießt, wie diese Dame in ihrem prächtigen Garten, für den könnte sich eine zweite Wasseruhr lohnen. Damit lassen sich Abwassergebühren reduzieren.

Wer viel gießt, wie diese Dame in ihrem prächtigen Garten, für den könnte sich eine zweite Wasseruhr lohnen. Damit lassen sich Abwassergebühren reduzieren.

Foto: Oliver Mengedoht

Bottrop.  Wer in trockenen Sommern viel Wasser im Garten verbraucht, für den könnte sich ein Antrag bei der Stadt auf Ermäßigung der Abwassergebühr lohnen.

Bei der anhaltenden Trockenheit in diesem Sommer werden sich viele Gartenbesitzer Gedanken um den Wasserverbrauch machen. Und: Zurzeit geht es nicht nur um das eigene Grün am Haus, auch der Aufruf der Stadt, vor allem junge Bäume vor der Tür mit dem lebensnotwendigen Nass zu versorgen, dürfte für zusätzlichen Wasserverbrauch geführt haben.

Tatsächlich liege der Verbrauch von Leitungswasser in den vergangenen beiden Monaten um etwa ein Viertel über der Menge im selben Zeitraum im Jahr 2017, so Birgit Kirch vom Versorger RWW, der auch Bottrop mit frischen Trinkwasser versorgt. Das dürfte sich also auch bei den Abwassergebühren bemerkbar Machen.

Zwischenzähler am günstigsten

Denn: „Normalerweise wird das verbrauchte Trinkwasser eins zu eins als Abwasser abgerechnet, sagt Stadtsprecher Ulrich Schulze. Dabei unterscheide die Stadt noch einmal in Schmutzwasser, das laut Satzung mit 2,39 Euro pro Kubikmeter zu Buche schlägt, und Niederschlagwasser, das zum Beispiel über Dächer und versiegelte Flächen in die Kanalisation gelange. Dafür berechnet die Stadt 1,47 Euro je Kubikmeter.

Für preisbewusste Bürger gebe es drei Möglichkeiten, Wassergebühren einzusparen, so Ulrich Schulze. Einmal eine Neuberechnung der Flächen, auf denen Wasser abfließt, falls dieses aufgefangen wird und zum Beispiel als Gießwasser wieder im natürlichen Kreislauf landet. Dann durch einen Brunnen im eigenen Garten, wodurch man komplett unabhängig vom Gießwasser aus der Leitung ist. das kostet aber nicht nur Installation, Wartungs- und Stromkosten für die Pumpe, was sich wohl erst bei einem recht großen Grundstück bezahlt macht. Die dritte Möglichkeit, die vielleicht für die meisten Grünliebhaber in Frage kommen dürfte, ist ein zweiter Wasserzähler. Der werde an der Stelle angebracht, an der das Gießwasser gezapft werde, beispielsweise am Wasseranschluss für den Gartenschlauch, so Stadtsprecher Ulrich Schulze. Das dort verbrauchte Wasser werde dann nicht mehr als Abwasser berechnet.

Die so verbrauchte Wassermenge muss über einen fest installierten und geeichten Zwischenzähler nachgewiesen werden. Ein Aufsteckzähler reicht nicht aus. Um Einbau, Ablesen und die Übermittlung der Werte muss sich der Bürger kümmern, in dem er einen Fachbetrieb beauftragt oder selbst den Zähler ordnungsgemäß installiert. Ein Kubikmeter entsprechen übrigens 1000 Liter Wasser, also 100 Zehn-Liter-Gießkannen.

Infos gibt es bei der Satdtverwaltung

Für die Reduzierung der Abwassergebühren sei bei der Stadt Bottrop der Fachbereich Finanzen zuständig, so Stadtsprecher Ulrich Schulze.
Wer sich genau informieren möchte kann dies im Internet über die Homepage der Stadt tun über die zentrale Rufnummer 02041/70-30 oder auf:www.bottrop.de/vv/produkte/dezernat2/20/Abwasserbeseitigungsgebuehren

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