Freizeit

Fuhlenbrocker treffen sich beim Bauernmarkt

Norbert Thelen schnitzt beim Bauernmarkt mit der Kettensäge einen Uhu.

Norbert Thelen schnitzt beim Bauernmarkt mit der Kettensäge einen Uhu.

Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   Zum dritten Mal präsentieren Vereine und Verbände ihr buntes Angebot vor der Bonifatiuskirche. Viel Hausgemachtes ist dabei.

Der Duft von Grillwürstchen liegt in der Luft, ebenso wie der Klang von Trommlern und Pfeifern und dazu das Kreischen einer Säge. Die Fuhlenbrocker treffen sich auf ihrem Bauernmarkt. Erst zum dritten Mal findet dieser am Wochenende auf dem Vorplatz der Bonifatiuskirche statt, scheint aber schon längst lieb gewordene Tradition zu sein.

„Nach der Abendmesse am Samstag ging es los“, berichtet Josef Dumpe, Vorsitzender des Fördervereins St. Bonifatius. „Aber schon um halb fünf saßen die ersten Gäste hier und warteten auf ihre erste Wurst.“ Das was eigentlich als gemütlicher Dämmerschoppen zum Einstieg ins Fest geplant war, geriet sogleich zum Höhepunkt. „Es waren unglaublich viele Menschen hier“, freut sich Dumpe. 50 Kilogramm Reibekuchen und 60 Kilogramm Pommes wurden gleich am Samstagabend vertilgt, 400 Liter Bier flossen in durstige Kehlen.

Rotthoffs Hof ist zum ersten Mal dabei

Auch am Sonntagmittag füllt sich der Kirchplatz schnell. Während sich die einen ein frühes Mittagessen gönnen, bummeln die anderen an den Holzbuden entlang. Zahlreiche Vereine und Verbände präsentieren ein buntes Angebot. Mit einem leckeren Angebot aus Obst und Gemüse, Honig und Marmeladen empfängt der Rotthoffs Hof die Besucher.

„Wir sind in diesem Jahr zum ersten Mal dabei“, erklärt Sabine Ridderskamp. „Der Bauernmarkt ist eine gute Gelegenheit uns zu präsentieren. Viele Leute kennen uns, scheuten aber den Weg nach Kirchhellen.“ Lebhaft würden Rezepte für selbstgemachte Tomatensoße und Marmeladen nachgefragt. „Und wenn ich sie weiß, verrate ich sie auch“, meint Sabine Ridderskamp lachend.

Angebote für Kinder

Gleich gegenüber ist Norbert Thelen nicht zu überhören: Mit der Kettensäge arbeitet er sich durch einen großen Holzblock. Schon ist zu erahnen, dass ein Uhu entstehen soll. Großes Interesse bei kleinen und großen Besuchern weckt die rollende Waldschule der Jäger: Wer immer schon mal wissen wollte, wie sich ein Igel anfühlt oder ein Marder ausschaut, kann das hier erfahren.

An einem anderen Stand versuchen Thorin (4) und Revy-Marie (6) ihr Glück: Sie ziehen an langen Fäden und gewinnen Glasmurmeln, Sticker und ein Armband. „Wir sind zum ersten Mal hier“, berichten ihre Eltern Kerstin und Alexander Heintze. „Es ist schön, dass es so viele hausgemachte Sachen gibt.“

Bauernmarkt als Ersatz für das einstige Pfarrfest

Als Ersatz für das einstige Pfarrfest fand der Bauernmarkt erstmals vor drei Jahren statt. „Wir hatten erst überlegt ein Sommerfest zu veranstalten, aber die Idee mit dem Bauernmarkt ist ausgefallener“, meint Josef Dumpe. Der Erlös fließe in die Arbeit des Fördervereins, dessen Ziel es ist, dass Bonifatiushaus zu unterhalten.

„Das Haus ist erst zwölf Jahre alt und eigentlich in gutem Zustand. Aber nachdem wir den Saal gestrichen haben, sind nun die Gruppenräume dran und auch das Dach muss repariert werden.“

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