Stadtentwicklung

Freiheit Emscher: Ein Projektbüro soll weiter planen

Auf beiden Seiten des Rhein-Herne-Kanals soll „Freiheit Emscher“ entstehen.

Auf beiden Seiten des Rhein-Herne-Kanals soll „Freiheit Emscher“ entstehen.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Bottrop .  Wo genau verlaufen die neuen Trassen zwischen dem Bottroper Süden und dem Essener Norden? Antworten darauf soll ein Projektbüro finden.

Das Megaprojekt „Freiheit Emscher“ zur Erschließung des Bottroper Südens und des Essener Nordens geht im September in eine neue Phase. Für die in Aussicht gestellte Förderung aus dem Topf „Regio NRW Wirtschaftsflächen“ müssen die Städte Bottrop und Essen sowie die RAG Immobilien sich neu aufstellen.

Ein Schwerpunkt der nächsten Planungsschritte ist die Ausarbeitung der neuen Nord-Süd-Trassen, die das riesige Gebiet zu beiden Seiten des Rhein-Herne-Kanals erreichbar machen sollen: Umwelttrasse, Gewerbeboulevard und möglicherweise eine Straßenbahnlinie. Dazu wollen die drei Partner sich wie bei der Erarbeitung der Machbarkeitsstudie auswärtigen Sachverstand ins Boot holen. Darauf haben sich die Partner bereits verständigt. Zentrales Arbeitsgremium soll ein Projektbüro werden, in dem der externen Partner die Projektsteuerung übernehmen soll.

Steuerungsgruppe für die Grundsatzentscheidungen

Die Aufgaben des Projektbüros formuliert die Stadt in einem Bericht für den Wirtschaftsförderungsausschuss so: „Das Projektbüro ist sowohl für die Initiierung von Einzelmaßnahmen verantwortlich als auch für die Sicherung der Ziele und Qualitätsstandards im Projekt Freiheit Emscher. Es kümmert sich um die rechtskonforme Vergabe von Aufträgen an externe Gutachter genauso wie um die weitere Akquise von Fördermitteln und die Bereitstellung der Eigenanteile. Die in der Machbarkeitsstudie entwickelten Einzelmaßnahmen werden in unterschiedlicher Zuständigkeit durch die Kooperationspartner in enger Abstimmung mit dem Projektbüro umgesetzt “.

Die beiden Oberbürgermeister Bernd Tischler und Thomas Kufen sowie Markus Masuth, Geschäftsführer der RAG Immobilien, behalten aber auch in der neuen Konstruktion den sprichwörtlichen Hut auf. Sie sitzen in der neuen Steuerungsgruppe, ist gegenüber dem Projektbüro weisungsbefugt und trifft die Grundsatzentscheidungen.

Die neue Vereinbarung wird zwischen den Partnern noch verhandelt. Der Rat muss ihr zustimmen, wenn sie fertig ist.

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