Freizeitprogramm

Ferienkinder üben sich in wissenschaftlichen Disziplinen

Im „FabLab“ der Hochschule Ruhr-West haben Gabriel und Luca zusammen mit Florian Paproth eine Smartphone-Halterung hergestellt.

Im „FabLab“ der Hochschule Ruhr-West haben Gabriel und Luca zusammen mit Florian Paproth eine Smartphone-Halterung hergestellt.

Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   Das „Mint4U“-Feriencamp bietet sechs Projektgruppen. Dabei sind Kurse zum „Smart-Home“, zum 3D-Druck oder eine Filmwerkstatt.

Stolz halten Gabriel (15) und Luca (15) ihre persönlichen Handy-Halterungen mit Namensschriftzug in den Händen. Die beiden Schüler haben sie in einer der sechs Projektgruppen des „Mint4U“-Feriencamps an der Hochschule Ruhr West (HRW) hergestellt. Im sogenannten „FabLab“ der Bildungseinrichtung zeichneten sie in einem speziellen Programm die Form. Sie lernten in einer Woche vom wissenschaftlichen Mitarbeiter Florian Paproth, wie sie aus einer digitalen Datei ein echtes Objekt mit dem 3D-Drucker erzeugen.

Andere Ferienkinder im Alter zwischen 14 und 18 Jahren entschieden sich hingegen für ein anderes, spannendes Forschungsgebiet. Sie konnten zwischen drei Kursen zum Thema „Smart-Home“ wählen, die alle einen anderen Themenschwerpunkt hatten. Zum einen gab es den Blickwinkel des modernen Bauingenieurwesens, hier bauten die Teilnehmer ein 20x12 Zentimeter großes Blockhausmodell mit einer Zugangskontrolle, die über einen Fingerabdrucksensor erfolgt. Zum anderen spielte die Energie-Informatik in einer zweiten und dritten Gruppe eine bedeutende Rolle, hier überlegten die Jugendlichen, wie sie ihr persönliches Jugendzimmer mit Technik optimieren können.

Lehrreiche Wasserexperimente und Naturquiz

Ein Workshop setzte sich mit dem Thema „Film“ in einer Filmwerkstatt auseinander. Die kreativen Köpfe begleiteten die Forschungsrunden mit mobilen Kameras. Ein informativer Kurzstreifen entstand zum Schluss. Die Ergebnisse wurden in Bild und Ton festgehalten.

Auch die Experten des Haus Ruhrnatur (Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft) besuchten das einwöchige Feriencamp der Hochschule. Sie brachten lehrreiche Wasserexperimente und ein kurzes Naturquiz für die Schüler mit. An einer Mitmachstation schichteten die Kinder Flüssigkeiten wie Öl, Tinte oder Wasser in einem Glasbehälter übereinander, bevor sie von den Fachleuten etwas über die Oberflächenspannung, das Transportvermögen und die Dichte lernten.

Hinweise auf die Wasserqualität

„Jedes Tier, das in der Ruhr lebt, gibt uns Hinweise auf die Wasserqualität“, erläuterte Christa Schragmann vom Haus Ruhrnatur, während die Jungforscher durch ein Mikroskop auf die kleinen Lebewesen blickten. Sie sahen vor ihnen Wasserflöhe, Libellenlarven, Kaulquappen, Fliegen, Schnecken und Muscheln.

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