Bezirksvertretung

Experten helfen bei Entwässerung rund um Halde

Die Siedlung im Johannestal – auch dort leiden die Anwohner unter der Problematik.

Foto: Hans Blossey

Die Siedlung im Johannestal – auch dort leiden die Anwohner unter der Problematik. Foto: Hans Blossey

Bottrop.   Mit Unterstützung der Emschergenossenschaft will Stadt die Probleme rund um die Halde in den Griff kriegen. Erster Schritt ist Bestandsaufnahme.

Die Emschergenossenschaft soll nun herausfinden, woher das Wasser kommt, das regelmäßig am Fuße der Alpincenter-Halde und im gesamten Gebiet dort steht, und wie es gelingt, diese Problematik in den Griff zu bekommen.

Schon seit langem gibt es dort Probleme mit der Entwässerung. Eine Folge davon: In angrenzenden Wohngebieten im Johannestal und an der Prosperstraße steht deshalb Wasser und die Anwohner „saufen ab“ – so eine drastische Schilderung aus der Sitzung der Bezirksvertretung Süd am Donnerstag.

Bezirksvertreter beraten über das Thema

Dort stand das Thema nämlich auf der Tagesordnung. Stefan Beckmann, der Leiter des Fachbereichs Umwelt und Grün erläuterte die „komplexe Situation“ in dem Bereich. Denn es gebe eben nicht einen eindeutigen Verursacher der Situation.

Stattdessen trifft sich dort Wasser von der Alpincenter-Halde, den Bereichen, die der Bahn gehören, von RVR-Flächen, von RAG-Flächen und dem Schäpersbach. „Es gibt viele Verursacher der Situation“, fasst Beckmann zusammen, der als Ergebnis von „Vernässungen“ im Bereich der Hebeleckstraße, der Alpincenterhalde und der Prosperstraße spricht.

Unter Federführung der Emschergenossenschaft

Unter Federführung der Emschergenossenschaft soll nun eine Bestandsaufnahme erfolgen. Dabei geht es darum zu klären, wie viel Wasser kommt wo her und in einem zweiten Schritt die Qualität des Wasser zu beurteilen. Denn am Ende ist es auch entscheidend, ist es sauberes Wasser oder in irgend einer Form verunreinigtes Wasser.

Reinwasser könne künftig direkt in die dann renaturierte Emscher geleitet werden, das andere muss zunächst zur Kläranlage. Die eigentliche Entwässerung könne eben erst nach der Bestandsaufnahme in Angriff genommen werden.

Erleichterung über konstruktive Gespräche

Übereinstimmend zeigten sich die Bezirksvertreter erleichtert, dass es da nun konstruktive Gespräche aller Beteiligten gegeben habe. Denn, so Franz Ochmann (SPD): „Wir hatten zwischenzeitlich den Eindruck, dass die jeweils Beteiligten die Schuld immer bei anderen gesucht haben.“

Allerdings: Die Frage, wann die Problematik denn nun möglicherweise erledigt ist, konnte Beckmann nicht beantworten. Er verwies aber auf den Zeitplan der Emscher-Renaturierung. Bis dahin müssen die Rein- und Abwasserkanäle entflochten sein. DKP-Vertreter Günter Ziemmek hatte nach dem Zeitplan gefragt, Unterstützung erhielt er von ÖDP-Ratsherr Johannes Bombeck. Es sei nämlich gerade für die Bereiche, in denen Menschen wohnen, von entscheidender Bedeutung wann das Thema erledigt sei. „Es macht da einen großen Unterschied ob wir von einem oder von fünf Jahren sprechen.“

Komplexe Verursachersituation

Bombeck lobte, dass die Verwaltung nun auf das Wissen der Emschergenossenschaft zurückgreife. Die verstünden nämlich etwas vom Thema Entwässerung. Er machte das Alpincenter für die Situation verantwortlich, denn mit Entwässerung würden die sich nun einmal nicht auskennen.

Dem widersprach Beckmann, machte noch einmal deutlich, dass „die Verursachersituation sicher komplexer ist“. Gleichwohl sei auch der Verwaltung daran gelegen, „dass es schnell geht“. Bombeck mahnte, bei der Verbesserung der Situation den Schwerpunkt zunächst auf die Wohnbereiche zu legen.

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