Umweltaktion

Ergebnis vom Stadtradeln: Zweieinhalbmal um den Äquator

Hier startet eine Gruppe, die der ADFC Bottrop / Kirchhellen zusammengestellt hatte, zu einer Tour nach Gelsenkirchen zur Eröffnungsveranstaltung des diesjährigen Stadtradelns.

Hier startet eine Gruppe, die der ADFC Bottrop / Kirchhellen zusammengestellt hatte, zu einer Tour nach Gelsenkirchen zur Eröffnungsveranstaltung des diesjährigen Stadtradelns.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Bottrop.   Beeindruckende Bilanz der Bottroper Stadtradler: In drei Wochen legten sie an die hunderttausend Kilometer zurück. Das ist Platz 8 im Ruhrgebiet.

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Die letzten gefahrenen Kilometer sind bis zum Wochenende nachgemeldet worden, jetzt liegt die Auswertung für die Aktion Stadtradeln 2019 vor: 355 Bottroper haben diesmal in drei Wochen möglichst viele Wege per Rad statt Auto absolviert. Insgesamt legten sie in 41 Teams 99.103 Kilometer zurück. Das entspricht in etwa der Strecke zweieinhalbmal um den Äquator. Und damit haben sie im Vergleich zur Fahrt mit dem Auto über 14 Tonnen CO2 eingespart.

41 Radel-Teams haben sich diesmal zusammengefunden

Unter den Ruhrgebietskommunen mit den meisten Radkilometern landete Bottrop auf Rang acht und damit im Mittelfeld. An die Spitze schaffte es die Metropole Essen mit 558.104 geradelten Kilometern.

41 Radel-Teams hatten sich diesmal in Bottrop zusammengefunden. Das stärkste Team war – wie im Vorjahr – das vom „Bergwerk Prosper Haniel“: 18.667 Kilometer sind hier die Bilanz von 53 Teammitgliedern. Die meisten Radkilometer pro Teilnehmer – nämlich 1418 – legte allerdings das zweiköpfige Team Congo 2019 zurück. Das toppte damit noch sein Ergebnis vom Vorjahr.

Fahrradfahrer geben Missstände über Meldeplattform weiter

Die Stadtradel-Aktiven konnten an geführten Radtouren teilnehmen und Missstände über die Meldeplattform „RADar!“ weiter geben – wie gefährliche Unebenheiten auf dem Radweg, unzureichende Beschilderung, Behinderung durch wuchernde Pflanzen.

Insgesamt waren die Bottroper Radler im Jahr des 100. Stadtgeburtstages nicht ganz so fleißig wie 2018: Da legten 396 Bottroper zusammen 105.324 Kilometer zurück, sparten damit umgerechnet fast 15 Tonnen CO2 ein.

Starterpakete sollen ein zusätzlicher Anreiz sein

Beworben wurde die Aktion Stadtradeln 2019 im Vorfeld wie im Vorjahr mit Flyern und Plakaten unter anderem in städtischen Einrichtungen oder auch Fahrradläden. „In der ganzen Stadt, von Kirchhellen bis in den Bottroper Süden“, sagt

Jasmin Hornstein vom Stadtplanungsamt. „Darüber hinaus haben wir zur Eröffnungsveranstaltung vom Rad-Quadrat im Mai auf dem Berliner Platz Starterpakete verteilt.“ Diese Pakete mit nützlichen Radfahrutensilien wurden diesmal auch noch bis zuletzt im Stadtplanungsamt ausgegeben als zusätzlicher Anreiz, aufs Rad umzusteigen.

Das Stadtplanungsamt war wieder mit einem eigenen Team dabei. „Ich habe auch mitgemacht“, erzählt Jasmin Hornstein. „Allerdings radle ich nicht zur Arbeit, das wären zu viele Kilometer.“ Von anderen Kollegen wisse sie aber, dass sie aufgrund der nicht so optimalen Wetterlage während der Stadtradel-Aktion an vielen Tagen nicht mit dem Rad ins Büro gekommen seien. Bilanz nach drei Wochen für das neunköpfige Team: 1564 Kilometer.

Anregungen werden in die Planung einfließen

Die Stadt Bottrop wertete das Stadtradeln als vollen Erfolg. Neben Klimaschutz, Spaß, Gesundheitsförderung und Mobilität zum Nulltarif zeigte die Aktion einen weiteren Effekt: So seien mittels der Meldeplattform ‘RADar!’ Vorschläge bei der Stadt eingegangen, wie der Radverkehr in Bottrop attraktiver gestaltet werden könne. Diese Anregungen würden in der zukünftigen Radverkehrsplanung einfließen.

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