Kirche

Endspurt: Sternsinger für Kirchhellen dringend gesucht

Ein Bild mit hohem Erinnerungswert: die Sternsinger am 5. Januar 2018 beim letzten Besuch im noch aktiven Bergwerk Prosper Haniel.

Ein Bild mit hohem Erinnerungswert: die Sternsinger am 5. Januar 2018 beim letzten Besuch im noch aktiven Bergwerk Prosper Haniel.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Kirchhellen.  Die Gemeinde St. Johannes kämpft um eine schöne Tradition: Bisher hat sie es jedes Jahr geschafft, Sternsinger in jede Straße zu schicken.

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Die Gemeinde St. Johannes kämpft um eine schöne Tradition. Bisher hat sie es noch jedes Jahr geschafft, Sternsinger in jede Straße der Gemeinde zu entsenden. Die haben jedes Jahr neue Rekordzahlen an Spenden eingesungen. Diesmal aber fehlen den Teams in Kirchhellen-Mitte und Feldhausen noch Kinder, die mit dem Stern durch die Straßen ziehen.

Die Sternsinger werden in Kirchhellen diesmal erst am Samstag nach dem Dreikönigstag, also am 11. Januar, durchs Dorf ziehen. „Wir haben den späten Termin gewählt, damit wir nach dem Ende der Ferien möglichst viele Leute in ihren Wohnungen antreffen und den Segen bringen können“, sagt Winfried Stuke, der die Aktion in St. Johannes koordiniert. Weil dann die Weihnachtsferien vorbei sind, so die Hoffnung der Koordinatoren, sollten auch 300 Kinder zusammen kommen. So viele werden gebraucht, um wirklich überall den Segen bringen zu können.

Fünf Bezirke sind noch unbesetzt

Einen Monat vor der Aktion fehlen den Organisatoren aber noch einige Sternsinger in Feldhausen. Und in Kirchhellen-Mitte sind noch fünf Bezirke unbesetzt. Stuke ruft deshalb Kinder auf, sich mit drei Freunden zusammen zu tun und beim Sternsingen mitzumachen.

„Die fünf Bezirke liegen zentral im Dorfkern“, sagt Stuke. „Die Kinder können also auf ihrem Rundgang immer mal wieder Pause machen im Pfarrheim St. Johannes, sich aufwärmen und stärken mit Kakao und Waffeln. Die Bezirke sind von dort aus schön fußläufig zu erreichen.“

2018 wurde ein neuer Spendenrekord aufgestellt

Am 7. Januar 2019 hatten die damals mehr als 300 Kinder den Spendenrekord aus dem Vorjahr knapp verpasst. Mit 42.500 Euro blieb die Sternsingeraktion aber mit weitem Abstand die größte Spendensammlung in der Gemeinde. Stuke hofft, dass sich auch für 2020 noch genügend Kinder zum Mitmachen findet. „Auch die Sternsingeraktion ist ein Stück Kultur des Abendlandes.“

Die Sternsinger im ganzen Bistum Münster haben Anfang 2019 rund 3,65 Millionen Euro für Kinder in Not gesammelt. Das sind etwa 102.000 Euro mehr als Anfang 2018 und ein neuer Rekord, teilte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) als ein Träger der Aktion mit. „Wir freuen uns sehr, dass wir uns nach dem Rekord vom letzten Jahr in diesem Jahr noch einmal steigern konnten, sowohl in der Zahl der teilnehmenden Gruppen als auch in der Spendensumme“, sagte Susanne Deusch, Geistliche Leiterin des BDKJ im Bistum. Dass das Sternsingen die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit sei, „verdanken wir den unzähligen Kindern, Jugendlichen, ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern“, so Deusch. Bundesweit kamen Anfang 2019 beim Sternsingen den Trägern zufolge 50,24 Millionen Euro zusammen. Das seien rund 1,5 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Das Geld komme Kindern in mehr als 102 Ländern zugute, in Bildungsprojekten, in der akuten Nothilfe, im Gesundheits- und Ernährungsbereich.

3000 Sternsinger werden in Osnabrück erwartet

Eröffnet wird die diesjährige Sternsingeraktion in Osnabrück. Rund 3000 Sternsinger und ihre Begleiter werden am 28. Dezember 2019 dort zur bundesweiten Eröffnung der 62. Aktion Dreikönigssingen erwartet. Ort und Thema der kommenden Aktion passen gut zusammen, denn rund um den Jahreswechsel wollen sich die Sternsinger besonders für den Frieden in aller Welt stark machen. „Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit“, heißt dann das Leitwort der Sternsingeraktion. Das Bistum Osnabrück ist nach 2001 zum zweiten Mal Gastgeber einer bundesweiten Aktionseröffnung der Sternsinger, die jährlich wechselnd ein anderes Bistum ausrichtet.

Für die Sternsingeraktion in Kirchhellen-Mitte sucht Winfried Stuke Verstärkung (02045/83544). Wer noch mitmachen will in Feldhausen, kann sich melden bei Birgit und Markus Thier (02045/4111090)

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