Emscherumbau

Emschergenossenschaft baut neue Kanäle in Vonderort

Markus Faenger stellte den Vonderortern das Projekt der Emschergenossenschaft vor.

Foto: Michael Korte

Markus Faenger stellte den Vonderortern das Projekt der Emschergenossenschaft vor. Foto: Michael Korte

Bottrop.   Emschergenossenschaft baut Im Brahmkamp auch unterhalb des Bahndamms. Auf einer Bürgerversammlung stellten die Verantwortlichen das Projekt vor.

Die Renaturierung der Emscher ist ein Mammutprojekt. Um dieses Ziel bis 2020 zu erreichen, sind immer wieder Bauarbeiten im Umfeld der Emscher nötig. Ab Juni rollen deshalb in Vonderort die Baumaschinen an. Die Emschergenossenschaft muss dort im Bereich der Straße Im Brahmkamp einen neuen Kanal bauen. Dafür sind Arbeiten auf Bottroper und auf Oberhausener Gebiet nötig, unter anderem müssen auch die Gleise in dem Bereich unterquert werden. Hier baut die Emschergenossenschaft einen Kanal mit einem Durchmesser von 1,80 Meter ein.

Rund zwei Jahre werden die Arbeiten in diesem Teil Vonderorts dauern. Am Dienstagabend informierte die Emschergenossenschaft die Anwohner über die geplanten Arbeiten.

Baubeginn im Juni

Demnach geht es bereits im Juni los. So wird unter anderem im Bereich der Kreuzung mit der Wissmannstraße ein großer Schacht ausgehoben. Von hier aus soll der Kanal unterhalb des Bahndamms in Richtung Oberhausen zur dortigen Brahmkampstraße verlaufen. Dort entsteht dann eine Regenbehandlungsanlage. Durch einen kleineren Kanal fließen die Abwässer und das Regenwasser von den Dachflächen in den neuen Abwasserkanal Emscher.

Das saubere Oberflächenwasser soll dagegen in die demnächst renaturierte Emscher laufen. Für die Arbeiten sei es erforderlich, den sehr hohen Grundwasserstand in Vonderort um rund viereinhalb Meter abzusenken, erläuterte Mark Breidenbach von dem für die Bauüberwachung zuständigen Ingenieurbüro. In äußerst seltenen Fällen könne es zu Setzungen kommen. Deshalb werde die Emschergenossenschaft in den nächsten Tagen Fotos der Gebäude machen, die im Zweifel als Beweis helfen.

Unterführung während der Bauphase gesperrt

Für Unruhe unter den Anwohnern sorgte jedoch die Ankündigung, dass die Unterführung vom Brahmkamp in Richtung Oberhausen für die lange Bauzeit gesperrt wird. Einige Anwohner erhoffen sich, dass dadurch der Schleichverkehr aus Essen oder vom Centro durch die Siedlung aufhört, andere fürchten, die Autofahrer suchten sich andere Wege, etwa über die schon jetzt aus Sicht der Anwohner stark belastete Armeler Straße.

Mark Breidenbach und Markus Faenger, der als Projektleiter bei der Emschergenossenschaft tätig ist, sagten zu, mit der Stadt nochmals über die Umleitungsregelungen sprechen zu wollen. „Doch letztlich ist es Sache der Polizei, diese Regeln zu kontrollieren“, so Faenger.

Überlauf in die Emscher

Fragen hatten die Anwohner auch zum Kanal unterhalb des Bahndamms. Dabei handele es sich um einen so genannten Stauraum, so Breidenbach. Große Wassermassen können sich dort zunächst sammeln und durch den kleineren Kanal abfließen. Anwohner müssten sich jedoch keine Sorgen machen, dass es zu Überschwemmungen komme. Im Bereich der Regenwasserbehandlung befindet sich ein Überlauf. Bei extremen Regenfällen schwappt das Wasser im Kanal über eine Mauer und landet stark verdünnt im neuen Emscherlauf.

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