Der neue ZOB

Ein Stück Umweltschutz

Der neue, umgebaute ZOB am Berliner Platz wurde am Samstag eröffnet - hier die neue Treppe zum Berliner Platz. Ab Sonntag fuhren die Busse wieder vom Busbahnhof ab.  Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool

Der neue, umgebaute ZOB am Berliner Platz wurde am Samstag eröffnet - hier die neue Treppe zum Berliner Platz. Ab Sonntag fuhren die Busse wieder vom Busbahnhof ab. Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool

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Bottrop. „Bottrop steht für eine moderne, einladende Stadt“, verkündete Oberbürgermeister Bernd Tischler in der Rede zur Eröffnung des ZOBs. „Wir beziehen die Innenstadt in den Umweltschutz mit ein, also auch den Busbahnhof.“

Der neue Bahnhof brauche 60 Prozent weniger Energie als der alte. Das ist vor allem durch ein energiefreundliches Beleuchtungskonzept zu erreichen. Zum Umweltschutz gehörte neben dem geringen Stromverbrauch auch der Fahrplanwechsel. „Es sollen für die Kunden optimale Voraussetzungen geschaffen werden, den Nahverkehr zu nutzen“, sagt Stadtsprecher Andreas Pläsken. Denn durch einen gute ausgebauten Nahverkehr lassen mehr Bottroper das Auto stehen.

Auch architektonisch wurde mit der mitten auf dem Platz stehenden Sumpfeiche versucht, das grüne Konzept zu betonen. Dabei gab es im Vorhinein nicht nur mit der Pflanzung des rund sechs Meter hohen Baumes Probleme. Auch die Gestaltungsfrage war schwierig. „Zunächst wurden zwei Architekten-Büros mit der Planung des Busbahnhofs beauftragt, jedoch waren beide Konzepte nicht das, was sich die Stadt vorgestellt hatte, so Pläsken. Deshalb kreierte Stadtarchitekt Andreas Schnellbach den neuen Busbahnhof. Ein anderes Projekt ist allerdings noch nicht abschließend gelöst: die Toilettenfrage am neuen ZOB.

Begleitet wurde die Eröffnungsfeier durch den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr. Neben dem mit Wasserstoff betriebenen Bus war die nostalgische kleine Stadtrundfahrt ein Zuschauermagnet. Der alte Bus der Marke Vetter ist im Jahr 1983 gebaut worden, wie damals der alte ZOB. Nur ist dieses Model damals gar nicht in Bottrop, sondern in Paderborn gefahren.

Dass die Besucher, wie auf der Eröffnungsfeier, Bier am Busbahnhof trinken konnten, ist nun auch vorbei. Mit der Inbetriebnahme des neuen ZOBs gilt im ganzen Stadtgebiet ein Alkoholverbot an allen Haltestellen.

Kameras zur Sicherung des neuen Busbahnhofs wird es allerdings nicht geben: „Wir vertrauen zunächst auf die soziale Kontrolle der anderen Fahrgäste“, erklärt der Stadtsprecher. „Des Weiteren hat das Kundencenter der Vestischen den neuen ZOB direkt im Blick. Außerdem gibt es auch noch den Kommunalen Ordnungsdienst.“

Darüber hinaus ist ein Bezirkshausmeister im Gespräch, der gleichzeitig ZOB, Ehrenpark, Berliner Platz und auch bald Trapez betreuen könnte.

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