Ehrenamtstour

Ein offenes Ohr für die Ehrenamtler in Kirchhellen

Die „Ehrenamtstour.NRW“ macht Station auf dem Johann-Breuker-Platz. Im Vordergrund wird Marion Weiner von Matin Adel befragt. Im Hintergrund: CDU-Chefin  Anette Bunse im Gespräch mit Ashkira Elmi.

Die „Ehrenamtstour.NRW“ macht Station auf dem Johann-Breuker-Platz. Im Vordergrund wird Marion Weiner von Matin Adel befragt. Im Hintergrund: CDU-Chefin Anette Bunse im Gespräch mit Ashkira Elmi.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Kirchhellen.  Siehe da: Auch im Dorf, wo das Ehrenamt traditionell sehr hoch gehalten wird, wünschen sich die Helfer noch mehr öffentliche Wahrnehmung.

„Ohne Ehrenamt wäre die Gesellschaft ärmer.“ Das sagt Andreas Kersting. Er ist Leiter des Referats „Bürgerschaftliches Engagement“ in der NRW-Staatskanzlei in Düsseldorf. Am Samstag war er mit einigen Mitarbeitern für die „Ehrenamtstour.NRW“ auf dem Johann-Breuker-Platz im Einsatz.

Befragung für einen Leitfaden

Nach dem Besuch im März auf der Sportanlage beim SV Fortuna Bottrop stand nun Kirchhellen auf dem Tourplan. Insgesamt werden alle 54 Kreise und kreisfreien Städte des Landes besucht. Ziel ist es, möglichst viele Anregungen und Ideen zur Verbesserung des bürgerschaftlichen Engagements zu sammeln. Auch auf die verschiedenen Fördermöglichkeiten soll aufmerksam gemacht werden, um das Ehrenamt für alle Altersgruppen attraktiver zu machen. Auf dem Johann-Breuker-Platz zählten vor allem Diskussionen und Gespräche. Viele ließen sich zu einem kurzen Interview überreden, das im Wesentlichen zwei Fragen beinhaltete. Erstens: Was funktioniert im Ehrenamt? Zweitens: Was muss verändert oder verbessert werden? Die Erkenntnisse sollen zu einem Leitfaden zusammengefasst werden. Denn die Landesregierung möchte Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung des Ehrenamts erarbeiten.

Auch Jugendliche sollen gewonnen werden

Es sollen nicht nur ältere Menschen angesprochen werden. „Wir möchten auch zunehmend Jugendliche gewinnen“, sagt Andreas Kersting. Die Antworten der Bürger seien so vielschichtig wie die Aufgabenfelder eines Ehrenamtes. „Sie wünschen sich zum Beispiel einen zentralen Ansprechpartner für Ehrenamt in ihrer Kommune“, sagt der Leiter des Referats „Bürgerschaftliches Engagement“. Oder sie hoffen darauf, dass ihnen für Treffen ein Raum zur Verfügung gestellt wird, damit sie nicht immer in eine Kneipe oder in ein Café gehen müssen.

In Kirchhellen wurde der Ruf nach mehr Öffentlichkeit laut. Die Arbeit der Ehrenamtler müsste nach Wunsch der Bürger mehr vorgestellt werden, so dass das freiwillige, soziale und unentgeltliche Engagement ein Gesicht bekomme.

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