Bedarfsplanung

Ein Investor soll die neue Kita in Kirchhellen bauen

Hier hatte bis zum vergangenen Jahr noch das Montessori-Kinderhaus

Hier hatte bis zum vergangenen Jahr noch das Montessori-Kinderhaus

Foto: Oliver Mengedoht

Bottrop-Kirchhellen.   100 neue Kita-Plätze sollen in Kirchhellen entstehen. Für den Bau wird ein Investor gesucht. Letzte Woche endete das Ausschreibungsverfahren.

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Das könnte etwas knapp werden mit der neuen Kindertagesstätte für Kirchhellen. Denn die sollte eigentlich bereits Ende des kommenden Jahres, Anfang übernächsten Jahres eröffnet werden. Um das umsetzen zu können, müsste mit dem Bau eher heute als morgen begonnen werden. Aber davon kann keine Rede sein.

„Wir haben erst in der letzten Woche das Ausschreibungsverfahren beendet“, sagt Nadine Granow-Keysers, Abteilungsleiterin im Amt für Jugend und Schule. Bekanntlich soll eine neue Kindertagesstätte mit insgesamt fünf Gruppen und 100 Plätzen in Kirchhellen gebaut werden. Der Auftrag dafür soll an einen Investor gehen. In der jüngeren Vergangenheit hat die Stadt Bottrop bereits gute Erfahrungen mit dem Investorenmodell beim Bau von Kitas gesammelt. Auch die neue Montessori-Kita in Kirchhellen ist so errichtet worden.

Zentrale Vergabestelle prüft Angebote

Der potentielle Investor des geplanten Neubaus wurde mit dem gerade beendeten Ausschreibungsverfahren gesucht. Die Zentrale Vergabestelle im Rathaus müsse sich nun mit den eingegangenen Angeboten befassen, sagt Nadine Granow-Keysers. Über das Ergebnis der Ausschreibung lasse sich frühestens in der kommenden Woche etwas sagen. Nach der Vergabe, muss dann auch noch der Investor planen.

Weil es ja schnell gehen sollte mit dem Kindergarten-Neubau in Kirchhellen, war schon im Frühjahr beschlossen worden, dafür das städtische Gelände an der Horsthofstraße 17 zu nutzen, auf dem bis Ende vergangenen Jahres noch das Montessori-Kinderhaus seinen Standort hatte.

Städtisches Grundstück

Hier muss kein Bebauungsplan geändert werden und hier sind auch keine Kaufverhandlungen über das Baugrundstück notwendig, so die Argumente, um Zeit zu sparen. Außerdem gibt es hier im Umfeld des Geländes auch viel Grün für die Kinder.

Geplant ist eine Fünf-Gruppen-Einrichtung, in der es 22 Plätze für Kinder unter drei Jahren und 78 Plätze für Kinder über drei Jahren geben soll. Damit soll nicht nur der Bedarf in Kirchhellen, sondern auch der in Grafenwald gedeckt werden. Hier führen die steigenden Kinderzahlen im Ü3-Bereich zu einer sinkenden Versorgungsquote. Die lag zum 1. August noch bei 97,44 Prozent, zu Beginn des nächsten Kindergartenjahres werden es nur noch 83,21 Prozent sein. Im Bereich Kirchhellen wird die Versorgungsquote bis zum Kindergartenjahr 2020 auf 94,12 Prozent sinken. Grund ist der starke Zuzug junger Familien, die bereits Betreuungsbedarf für ihre Kinder angemeldet haben. Für Ü3-Kinder gibt es bekanntlich einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz.

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