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Ein Frühlingsduft liegt in der Luft

Alexandra und Peter Wilms sortieren Primeln, das ist eine der Sorten, die im Moment stark gefragt sind.

Alexandra und Peter Wilms sortieren Primeln, das ist eine der Sorten, die im Moment stark gefragt sind.

Foto: Thomas Gödde

Langsam aber sicher stehen die ersten Frühlingseinkäufe und -arbeiten an. Gartencenter sind gut besucht und auch die Kleingärten erwachen.

Laut Kalender beginnt der Frühling ja erst am 20. März, doch nach dem langen Winter mit entsprechend eisigen Tagen locken die höheren Temperaturen schon jetzt viele Hobbygärtner und Frischluft-Fans nach draußen. Der Garten bedarf im Frühling einer besonderen Pflege und entsprechend gut besucht zeigen sich derzeit die Gartencenter.

Das gilt auch für den Blumenhof-Baumschule Wilms. Das Center bietet eine große Auswahl an Schnittblumen und Pflanzen für den Garten. „Osterglöckchen, Stiefmütterchen, Primeln und Bellis sind sehr beliebt im Frühling“, sagt Alexandra Wilms. Ein Vorteil: Sie überstehen auch schon mal die ein oder andere Frostnacht, weil sie so robust sind.

Seit dem 1. März gilt die Vogelschutzordnung

Doch nicht nur die ersten Neuanpflanzungen spielen derzeit eine Rolle, auch der Rasen lechzt nach dem Winter nach Pflege. Doch dabei gelte es einige Dinge zu beachten, sagt Christian Wilms. „Der Rasen braucht eine Temperatur von 6 bis 8 Grad, daher sollte man nicht zu früh mit der Regeneration beginnen“, warnt Christian Wilms vor dem allzu frühen Einsatz von Rasenmäher, Vertikutierer und Dünger.

Er und seine Schwester beraten die Gartenbesitzer zu allen Fragen. Auch das Thema Rückschnitt kommt da immer wieder auf. Doch Achtung: Vom 1. März bis zum 1. Oktober gilt die Vogelschutzverordnung. Diese besagt, dass keine Bäume und größeren Hölzer in den Gärten geschnitten werden dürfen.

Den Garten aus dem Winterschlaf holen

Berthold und Brigitte Schmitz aus Kirchhellen nutzen die ersten frühlingshaften Tage, um langsam ihren Garten aus dem Winterschlaf zu wecken. Auf dem Wunschzettel stehen neue Pflanzen. „ Wir wollen den Teich wieder in Gang bringen und einen neuen Zaun montieren.“, verrät Berthold Schmitz weitere Pläne zum Start der Gartensaison.

Auch in die Kleingartenanlagen der Stadt kehrt wieder Leben ein. Beim Kleingartenverein (KGV) „In der Bräucke“ in Kirchhellen sind bereits die ersten fleißigen Hobbygärtner bei der Arbeit. Sabine Philipps ist bei dem schönen Wetter mit dem Fahrrad zu ihrer Parzelle gefahren. Kurzerhand holt sie einen Besen aus der Hütte und fängt an, die Hinterlassenschaften des Winters zu beseitigen. Im Frühling kommt eine Menge Arbeit auf sie . „Ich muss die Stauden abschneiden, Unkraut zupfen und die Hütten aufräumen“, zählt sie auf. „Gepflanzt wird erst, wenn es über einen längeren Zeitraum wärmer bleibt.“

Der Kleingarten als Hobby

Barbara Soltysiak ist ebenfalls leidenschaftliche Hobbygärtnerin im Verein. „Der Winter war unglaublich lang für die Kleingärtner“, erklärt sie. Bereits im Februar unter den ersten Sonnenstrahlen habe sie sich um ihren Garten gekümmert. Sie ist damit beschäftigt, Laub aufzusammeln und Unkraut zu jäten. Die Pflege des Rasens stellt die Kleingärtnerin vor die größten Probleme. „Den Rasen zu erneuern ist eine Katastrophe“. Der Boden ist durchsäht von Mulden und Löchern, in den Beeten wachsen die ersten wilden Narzissen.

Trotz der Arbeit, die Besitz und Pflege eines Kleingartens mit sich bringt, ist Barbara Soltysiak mit viel Spaß und Liebe bei der Sache: „Der Kleingarten ist mein Leben, mein Hobby und meine Freude“.

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