Unser Hinterhof

Ein Familienidyll aus Fundstücken

Helmut und Silvia Slama machen es sich auf der Terrasse gemütlich. Hier verbringen sie Familienabende.

Helmut und Silvia Slama machen es sich auf der Terrasse gemütlich. Hier verbringen sie Familienabende.

Foto: FUNKE Foto Services

Bottrop.   Helmut und Silvia Slama gestalten ihre Ruheoase mit übergebliebenen Objekten. Sie entwickeln neue Ideen und lassen der Kreativität freien Lauf.

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„Die Ideen für unsere Ruheoase kamen nach und nach mit der Arbeit“, sagt Helmut Slama, während er auf die zwei Ebenen seines Hinterhofes blickt. Den vorderen und erdebenen Bereich besteht aus einer gepflasterten Terrasse, auf der ein großer Rundpavillon mit Sitzecke für mehrere Personen steht. Hier verbringen die munteren Eigentümer gemütliche Familien- und Nachbarschaftsabende, schließlich wurde dieser Teil der idyllischen Parzelle von den Söhnen der Frau im Jahr 2012 angelegt.

Obwohl Helmut und Silvia Slama seit zehn Jahren in ihrem Haus wohnen, konnten sie

sich erst zu dieser Zeit für den Hinterhof entscheiden. Vorher bestand das Grundstück aus einer größeren, unbebauten Rasenfläche, die es zu gestalten galt. Nun betreten Besucher das Rückzugsparadies durch eine kleine Gartenpforte, auf der ein Schild mit den Worten „Herzlich Willkommen“ angebracht ist. „Wir haben ein ganzes Jahr gebraucht, bis alles nach unseren Wünschen fertig war“, hebt Silvia Slama hervor. Ab und an käme noch das ein oder andere Stück dazu, so die Zeitungsausträgerin.

Sofort fallen Gästen die Höhenunterschiede der zweigeteilten Kulisse auf: Hinter der gemütlichen Terrasse grenzen Pflanzentöpfe den ersten Bereich von dem zweiten ab – sie bilden eine zierliche Mauer. In den Behältnissen wachsen Wildpflanzen, Efeu und Nelken. Einzelne Kunststeine, Glasmobiles und -statuen schmücken die Fläche um eine steinerne Treppe, die auf die natürliche Erhöhung führt. „Die Treppe habe ich aus Resten gebaut. Sie waren vom ersten Projekt übrig“, so Slama.

Doch: Nicht nur der steinerne Aufgang entstand aus Mitbringseln und Überbleibseln. Mehrere Einzelstücke des grünen Entspannungsparadieses bestehen aus Wiederverwertetem. Ein ehemaliger Kaffeeverteiler aus einem Großhandel – oder auch „Kaffeeschütte“ von den Slamas genannt – ist nun eine bronzene Figur. Sie blickt die Gäste mit großen Rundaugen und geschlossenem O-Mund an. Eine winzige Kirchenglocke wurde zu Gartendekoration umgewandelt.

Ein Rundweg zur „Almhütte“

Die ausstaffierte und mit Objekten geschmückte Landschaft gleicht einem bunten Sammelsurium aus verschiedenen Fundstücken. Dieses Bild setzt sich auch im zweiten Teil des Hinterhofes fort.

Ein schmaler Rundweg führt zur sogenannten „Almhütte“. Die heißt nicht nur wegen der Erhöhung so, sondern trägt ihren Namen wegen einer nahegelegenen Kuhskulptur. Auf einer ebenen Kiesfläche steht eine Bank, die der Hobbyhandwerker aus einer Pappel zimmerte. „Der Stamm des Baumes gehörte unseren Nachbarn. Wir haben gefragt, ob wir ihn verwenden dürfen“, so Slama. Viele Teile seien der Familie geschenkt oder überreicht worden.

Beide Hobbyhandwerker und Hinterhoffreunde heben hervor: „Wir haben hier bei null angefangen. Toll, dass wir das geschafft haben. Es war für uns keine Arbeit, sondern pures Relaxen.“

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