Amokfahrt

Die Stadtspitze mahnt zur Besonnenheit

Der Tatort der Amokfahrt am Neujahrstag.

Der Tatort der Amokfahrt am Neujahrstag.

Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Oberbürgermeister und Sozialdezernent wollen erst nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft über mögliche Schlüsse diskutieren

Nach der Amokfahrt in der Silvesternacht haben Oberbürgermeister Bernd Tischler und Sozialdezernent Willi Loeven zur Besonnenheit gemahnt. „Lasst die Staatsanwaltschaft ihre Arbeit machen und die Ermittlungsergebnisse abwarten. Dann können wir über mögliche Konsequenzen nachdenken“, sagt Loeven und ergänzt: „Besonnenheit ist besser als Aktionismus.“

Oberbürgermeister Bernd Tischler stimmt zu: „Wir gucken auf die Hintergründe der Tat, wenn sie ermittelt sind, und bleiben bei unseren Plänen für 2019.“ Im Jahr des Stadtjubiläums sind Aktionen für Solidarität und gegen Fremdenfeindlichkeit bereits verabredet mit dem „Bündnis buntes Bottrop“.

„Bottroper haben zusammengestanden“

Solidarität haben Tischler und Loeven auch gespürt am Neujahrstag auf dem Berliner Platz. Trotz der Absage des Festkonzertes seien viele Bürger geblieben und noch dazu gekommen. Loeven: „Wir haben viel Verständnis erlebt, Betroffenheit und das Bedürfnis, nicht zur Tagesordnung überzugehen. Die Bottroper haben zusammengestanden.“

Aufruf zur Mahnwache

Das „Bündnis Buntes Bottrop“ ruft zur Teilnahme an einer Mahnwache auf dem Berliner Platz auf. Sie soll am Samstag, 5. Januar, in der Zeit von 11 bis 12 Uhr Bürgern eine Möglichkeit bieten, ihre Solidarität und ihr Mitgefühl für die Opfer des Anschlags in der Silvesternacht öffentlich zeigen zu können. Anmelder der einstündigen Mahnwache ist der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bottrop.

Die „Montagsdemo Bottrop“ und die MLPD verurteilen das Verbrechen ebenfalls und wollen dies am Montag, 7. Januar, an ihrem „offenen Mikro“ zum Thema machen. Sie rufen die Bottroper auf, sich daran zu beteiligen. Treffpunkt ist 17.30 Uhr an der Hochstraße (vor C&A).

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