Projekttage

Die Schüler essen sich gesund

Lea, Josefine, Paula und Samet (v.l.) schnibbeln eifrig Gemüse für einen

Lea, Josefine, Paula und Samet (v.l.) schnibbeln eifrig Gemüse für einen

Foto: Michael Korte

Bottrop.   Projekttage am HHG drehen sich um das Thema Gesundheit. Es geht um die richtige Kost, Bewegung und Entspannung, aber auch ums Hunde häkeln.

In einigen Gängen duftet es lecker nach Rohkost, Schüler wuseln in den Gängen hin und her, im Kunstraum hängen ein paar Schülerinnen auf bunten Sitzsäcken ab und häkeln einen Hund, zwei Mädchen müssen schnell noch mal gesunden Nachschub einkaufen – das ist Schule einmal anders. Zum ersten Mal nach längerer Pause laufen am Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) wieder Projekttage.

Sie stehen unter dem Motto „Gesundheit - Wir sind gut drauf am HHG“. Das „Wir“ im Titel ist Schulleiter Tobias Mattheis ein besonders Anliegen, schließlich ist das auch Teil des Schulprogramms, das auf die gute Zusammenarbeit von Eltern, Schülern und Lehrern setzt. Wichtig ist ihm auch, dass seine Schüler in diesen Tagen Entschleunigung im Schulalltag erproben können.

29 verschiedene Angebote

Rund 750 Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen beschäftigen sich seit Mittwoch täglich in 29 Projekten mit Themen rund um die Gesundheit. Die Zwölftklässler sind nicht dabei, denn sie müssen sich auf ihre bevorstehenden Abiturklausuren vorbereiten. Und die neunten Klassen verpassen die Projekttage auch, weil sie gerade ihre Praktika in Bottroper Betrieben machen.

Alle anderen treiben Sport, lernen Entspannung und viel über gesunde Ernährung oder Hunde häkeln. Besser – so das Motto des Kurses – „Häkeln gegen den inneren Schweinehund. . .“ Aus den vielen bunten Patchwork-Stücken sollen später Kissen werden. Die Schülervertretung selber hatte das Thema für die Projekttage vorgeschlagen. Vorbereitet wurde sie durch das vierköpfige Lehrer-Team Cornelia Hußmann, Christian Lindemann, Rafael Schopper und Claudia Göke.

Letztere ist die Schulpfarrerin und trainiert mit einer Gruppe Fünft- und Sechstklässler auch in Rollenspielen, wie man streiten kann ohne einander zu verletzen. „Wenn man streitet ist das ja wie eine tiefe Schlucht, über die man ein Seil spannen muss, um sich wieder zu erreichen“, hat Mia gelernt. Und Tim weiß, dass man den anderen sehen sollte, ohne ihn gleich zu bewerten. Unterstützt wird Pfarrerin Göke im Kurs von Streitschlichtern der Oberstufe.

Es kommt viel Gemüse auf den Tisch

Ein paar Türen weiter wird auf Platten und in tragbaren Öfen mediterran gekocht nach Original-Rezepten wahlweise auf Französisch oder Italienisch. Lehrer Thomas Rübel nimmt mit seinen Schülern nebenbei auch die Ernährungspyramide durch, die gesunden Sachen stehen ganz unten. Natalie, Hejin und ihre Mitschüler bereiten Gemüse-Cup-Cakes, Gemüse-Auflauf und Gemüsesuppe vor, Champignons mit Gemüsefüllung soll es Freitag noch geben. Die Schüler besorgen die Zutaten.

Was besser nicht auf den Tisch kommen sollte, hat sich eine Gruppe als Kunstprojekt vorgenommen. Aus Ton haben die Schüler Burger und Frittiertes geformt, die mit Wasserfarben bunt gemalt werden müssen. Am Freitag kommen sie dann als Ausstellungsobjekte doch auf den Tisch. Der wird dann festlich gedeckt sein mit Tischdecke, schönem Geschirr, Servietten und Kerzen. Aber besser nicht rein beißen.

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