Ernte

Die Erdbeeren sind früh dran in diesem Jahr im Dorf

Anna Catharina Schmücker erntet die ersten Erdbeeren in einem der Wandertunnel.

Anna Catharina Schmücker erntet die ersten Erdbeeren in einem der Wandertunnel.

Foto: Michael Korte

Kirchhellen.   Sonnige Tage im Februar brachten einen Wachstumsschub. Noch kostet das Pfund bis zu vier Euro, aber in den nächsten Wochen fallen die Preise.

Die Erdbeersaison hat in Kirchhellen offiziell begonnen: Seit vergangenen Dienstag bietet das Team des Schmücker Hofes süße Erdbeeren der Sorten „Murano“ und „Clery“ im Hofladen an. Der Hof Umberg startete mit dem Verkauf der Sorten „Clery“ und „Malling Centenary“ vergangenen Freitag. Damit sind die Erdbeeren ähnlich früh dran wie vorher der Spargel.

Wachstumsschub im Februar

Eberhard Schmücker und Jörg Umberg erklären: „Der Saisonstart liegt in diesem Jahr zeitlich relativ früh, da der Februar viele sonnige Tage hatte, die für einen sehr guten Wachstumsschub sorgten.“

Die kurze Frostzeit Anfang April habe zwar Gegenteiliges bewirkt, so die Landwirte, sie sei aber nicht zu stark ins Gewicht gefallen. „Somit können Erdbeerliebhaber jetzt bereits verfrüht in den Genuss der Beeren kommen.“

Die Preise fallen in den nächsten Wochen

Die Qualität sei wunderbar, die Reife und Größe der beliebten Leckerbissen stimme. Die Preise wären aufgrund des arbeitsintensiven Anbaus derzeit noch relativ hoch, würden aber innerhalb der nächsten Wochen deutlich fallen – „allerspätestens, wenn der Freilandernte losgeht.“

Selbstpflücken ab 13. Mai

Im Schnitt zahlen Käufer aktuell zwischen 3,50 und 4 Euro für eine 500-Gramm-Schale auf beiden Höfen. Auf Hof Umberg stammen die Erdbeeren derzeit noch aus dem Glashaus, auf Hof Schmücker aus den Folientunneln. „Mit unseren Folientunneln geht es voraussichtlich nächste Woche los, dann kommt die Freilandernte“, sagt Jörg Umberg. Selbstpflücker könnten sich auf den 13. Mai als Starttag der Saison am Overhagener Feld einstellen. Auf der Höhe ginge es erst Ende Mai mit den Selbstpflückfeldern los, so Schmücker.

Beide Betriebe haben aktuell jeweils rund 60 Erntehelfer im Einsatz, die sich um Spargel und Erdbeeren kümmern. Zur Hochsaison Ende Mai könnten es bis zu 200 werden. Die Bauern prognostizieren: Die Saison dauert in diesem Jahr auch etwas länger als gewohnt, der gemischte Anbau mit unterschiedlichen Erntezeiten sorge dafür.

Steigende Produktionskosten

„Obwohl Erdbeeren in den kommenden Wochen wieder günstiger werden, können sich Kunden langfristig jedoch auf steigende Kosten einstellen“, so Umberg. Der Trend ginge immer mehr zum geschützten Anbau, das sei von den Käufern aufgrund der Dellen- und Schadminimierung gewünscht. Steigende Produktionskosten blieben aber nicht aus.

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