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„Dichterlesung mit Musik“ und reduzierter Zuschauerzahl

Die Dichterlesung des Heimatvereins und der Historischen Gesellschaft im Schloss Beck soll auch dieses Jahr stattfinden, aber anders als gewohnt.

Die Dichterlesung des Heimatvereins und der Historischen Gesellschaft im Schloss Beck soll auch dieses Jahr stattfinden, aber anders als gewohnt.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Kirchhellen.  Heimatverein und Historische Gesellschaft wollen den Leseabend auf Schloss Beck trotz Corona durchführen. Das gemeinsame Singen fällt aber aus.

Die 18. Dichterlesung der Historischen Gesellschaft und des Heimatvereins Kirchhellen wird stattfinden. Aber vor deutlich reduziertem Publikum und unter den Auflagen eines Hygienekonzeptes. Das haben die beiden Veranstalter verkündet und laden deshalb nicht weniger herzlich ein zur traditionellen „Lesung mit Musik“ am Dienstag, 27. Oktober, ab 19 Uhr auf Schoss Beck. Für den Abend haben die beiden Vereine eine Gedichtzeile von Matthias Claudius als Motto ausgesucht: „Wenn jemand eine Reise tut…“

Nach „Allerlei Viecherei“, „Waldgeflüster“ und „Mondgeschichten“ dreht sich dieses Mal der Abend um Thema Reisen. „Ausgerechnet im Jahr, in dem – für niemanden vorhersehbar - das Reisen schlechthin besonders unter die Lupe geraten ist“, sagen die Veranstalter.

Dieses Mal mit weniger Publikum

„Ein kultureller Treffpunkt – wenn auch dieses Mal mit reduziertem Publikum“, sagen Peter Pawliczek vom Heimatverein und Elsbeth Müller von der Historischen Gesellschaft. Sie versichern ihrem treuen Publikum: „Ein Konzept ist den Coronabedingungen entsprechend ausgearbeitet und vorbereitet. Wir wollen diesen für unseren Anlass so einzigartigen Saal nicht vollpacken, doch auf der Basis fester Sitzplätze mit dem erforderlichen Mindestabstand, der Aufnahme von Kontaktdaten und von Handdesinfektionspflicht können wir gut und vergnüglich gemeinsam auf Reisen gehen. Dichter, Musiker, Maler aller Zeiten haben uns wahre Kostbarkeiten hinterlassen.“

Das Zeitalter des Massentourismus ist zwar noch relativ jung, gereist wurde aber schon immer. Der Zweck des Reisens und die Art, wie eine Reise begangen wird, hat sich im Laufe der Zeiten allerdings reichlich gewandelt. Und wann überhaupt aus einer Ortsveränderung das Reisen im Sinne einer nur vorübergehenden Abwesenheit vom festen Wohnsitz entstand, wird sich mit Sicherheit nicht sagen lassen, „aber spannend ist es allemal, sich auf die Wurzeln unserer allerliebsten Freizeitbeschäftigung zu besinnen“, sagen die Rezitatoren Pawliczek und Müller.

Reise durch die Zeit

Mit erlesenen Gedichten, Balladen und Geschichten, mit spannenden Auszügen aus Reiseberichten und -erzählungen, mit Zitaten, Sprechversen und gleichsam empfohlenen Gepflogenheiten aus Reiselust und -last führen sie ihre Besucher auf eine Reise durch die Zeit. In vergnüglich-unterhaltsamer Moderation, die nicht nur die Großen unter den Literaten und Musikern aufruft.

Die Vereine versprechen „einen Streifzug von der Reise durch Ägypten über Pilgerreisen, das Reisen in obersten Gesellschaftsschichten, die Grand Tour des Adels, bürgerliches Reisen bis hin zu Wanderlust, Camping, Schiffs-oder Flugreisen“. Reichlich Abwechslung ist garantiert: Es gibt Nachdenkliches und Feinsinniges, Komisches und Vergnügliches aus dem Dichterdickicht.

„Gemeinsam singen dürfen wir in diesem Jahr zwar nicht“, bedauern die Veranstalter, „aber das soll dem guten Gelingen des Abends keinen Abbruch tun. Solistisches haben wie immer die engagierten Musikinterpreten im Gepäck: Diethild und Klaus (Gitarre) aus Aachen, Erich Schüttauf (Mandoline, Zupforchester Kirchhellen) und Annabell Dornieden (Piano).

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