Wetter

Der Winter war teuer

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Bottrop.  Wir sind ihm ja gerade mal entronnen und deshalb wundert es nicht, dass die BEST, die Bottroper Entsorgung und Stadtreinigung, noch keine genaue Bestandsaufnahme und Analyse des Winters durchführen konnte. Klar ist nur: er war teuer.

In allen Punkten. Gestiegen sind im Vergleich zum Vorjahr (und vor allem im Vergleich zum wenig winterlichen Winter 2007/2008) die Kosten für den Fahrzeugeinsatz des Winterdienstes. Sie lagen in der Winterdienstperiode 2007/2008 bei gut 27000 Euro, im Vorjahreswinter bei knapp 88000 Euro und in diesem Winter bei 98000 Euro. Auch für den Einsatz der Handkolonnen ist deutlich mehr Geld zu veranschlagen. Bis Mitte Februar 2010 waren ungefähr doppelt so viele Stunden wie in der Winterzeit des Vorjahres angefallen - das heißt: 78000 statt 39000 Euro. Und drastische gestiegen ist auch der Kostenansatz für Streumittel - von 55000 auf 68000 Euro.

Eine knappe Viertelmillion betragen die Gesamtkosten gegenüber 182000 Euro im Vorjahr. Und gar nur 66229 Euro im Winter 2007/2008.

Ärgerlich und immer wieder Medienthema im (hoffentliich abgelaufenen) Winter: die zögerliche Anlieferung des Streusalzes. Daraus will die BEST die Konseqenz ziehen und die Lagerkapazität erhöhen. Man weiß aber auch, dass auch damit nicht alle Wetterlagen aufgefangen werden können. Weitere Konsequenzen wie Streckenänderung, Erweiterung, Reaktionszeiten etc. bedürfen einer kompletten Überarbeitung und werden ins Konzept für die Winterdienstperiode des nächsten Winters eingearbeitet, sagt die BEST.

Wegen des langen Winters mit enormer Nachfrage nach Streusalz hatte es Engpässe gegeben, obwohl die Silos der BEST Anfang Oktober 2009 vollständig gefüllt waren. Weil Salz knapp wurde und die Autobahnmeistereien vorrangig beliefert wurden, konnten Termine von den angestammten Lieferanten nicht eingehalten werden.

Die BEST versuchte, andere Salzquellen aufzutun. Es gab geringe Mengen eines Ersatzstreumittels und später eine größere Lieferung aus Osteuropa. Diese Mengen reichten aber nur fürs Abstreuen größter Gefahrenstellen. Bis heute sind bei der BEST aus dem Bestellkontigent noch nicht alle Mengen angekommen.

Im Verbund der Karnap-Städte war sogar noch versucht worden, einen Güterzug mit Salz aus Serbien zu bekommen, was aber an den Forderungen der Maklerfirma und den ungenauen Terminzusagen scheiterte.

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