Die Leselernhelfer

Der neue Bottroper Mentor-Verein sucht noch Leselernhelfer

Walter Lux hat den neuen Verein „Mentor - Die Leselernhelfer Bottrop“ gegründet. Hier blättert er in der Stadtbücherei in einem Buch.

Walter Lux hat den neuen Verein „Mentor - Die Leselernhelfer Bottrop“ gegründet. Hier blättert er in der Stadtbücherei in einem Buch.

Foto: Norbert Jänecke / WAZ

Bottrop.  Die Bottroper Leselernhelfer suchen neue Helfer und Schulen, in denen sie helfen dürfen. Sie laden am nächsten Dienstag zu einem Treffen ein.

Der neue Verein „Mentor - Die Leselernhelfer Bottrop“ sucht nach weiteren Helfern, die Kindern und Jugendlichen beim Lesenlernen zur Seite stehen möchten. Dazu lädt der Verein am Dienstag, 17. September, um 19 Uhr zu einem Treffen in das Filmforum an der Blumenstraße 12 - 14 ein. Auch Schulleiter und Lehrer sind zu dem Treffen eingeladen.

Wenn Kinder nicht gut richtig lesen können und auch nicht richtig verstehen, was sie da lesen, leiden sie womöglich ihr ganzes Leben darunter: im Berufsleben, aber auch sonst - das war ein Motiv, warum der Bottroper Walter Lux gemeinsam mit seiner Frau Ilona und sechs Freunden und Bekannten den Bottroper Mentor-Verein gründete. „Jedes fünfte Grundschulkind kann nicht richtig lesen“, bedauert er. Die Familien der Kinder könnten ihnen oft nicht helfen, und auch Lehrer stießen an ihre Grenzen, weil sie ja gar nicht die Zeit dazu haben, sich um jedes Kind einzeln zu kümmern.

Vor allem Grundschüler sollten die Lesezeit nutzen

Die Bottroper Mentoren wollen sich diese Zeit nehmen. Prinzip ist, dass immer nur ein Erwachsener mit einem Kind lesen übt. Eine Stunde lang setzen sie sich einmal die Woche dazu in der Schule zusammen. Es könne nach dem Unterricht sein oder auch in einer Freistunde. Mindestens ein Jahr lang sollte die Betreuung dauern, gern aber auch länger, erklärt Walter Lux. Welche Kinder aus ihrer Schule Hilfe beim Lesen bekommen sollen, entscheiden die Lehrkräfte, betont der Bottroper.

Vor allem Grundschulen sollten die Chance nutzen, die die ehrenamtlichen Helfer ihren Schülern bieten möchten, hofft der Vereinsgründer. Denn Lesen fördern sollte man so früh wie möglich, findet er. Die Teilnahme an den Lesestunden sei freiwillig und kostenlos. Voraussetzung sei die Zustimmung der Eltern, die Kinder selbst sollten aber unbedingt selbst mitmachen wollen, erläutert Lux.

Ein Leselernhelfer kann jeder werden

Lesementor kann jeder werden. Freude am Lesen reiche als Qualifikation völlig aus. Im Mentor-Verein werden sie allerdings auf ihre Aufgabe vorbereitet und können zweimal im Jahr an Fortbildungskursen teilnehmen. Ein erweitertes Führungszeugnis müssen die Lernhelfer vorweisen können. Ein Mentor, eine Mentorin kümmern sich jeweils um Schüler im Alter zwischen sechs und 16 Jahren. Einer der Schirmherren des Mentor-Vereins ist übrigens auch der Bottroper Kabarettist Benjamin Eisenberg.

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