Theaterstück

Der Maulwurf am Essener Grillo-Theater kommt aus Bottrop

Gregor Henze, Floriane Kleinpaß, Mateusz Dopieralski (Jupp), Ingrid Domann u. Jens Winterstein (v.l.) in „Jupp - Ein Maulwurf auf dem Weg nach oben“

Foto: Diana Küster

Gregor Henze, Floriane Kleinpaß, Mateusz Dopieralski (Jupp), Ingrid Domann u. Jens Winterstein (v.l.) in „Jupp - Ein Maulwurf auf dem Weg nach oben“ Foto: Diana Küster

Bottrop/Essen.  Theater mit Hase, Marder und Katze: Mit der Uraufführung von „Jupp“ feiert das Grillo-Theater 125. Geburtstag und den Bergbau im Ruhrgebiet.

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Strukturwandel ist, wenn auch Maulwürfe ihre berufliche Zukunft Übertage sehen. Jupp heißt der zukunftsorientierte Jungspund aus Bottrop, der in den nächsten Wochen als Hauptfigur des tierisch-trubeligen Familienstücks im Essener Grillo-Theater als Nachwuchsdarsteller sein Glück sucht.

Da lacht anfangs zwar der alte Theaterhase, die etwas divenhafte Katze und der technikversierte Marder, aber nicht nur das junge Publikum wird Jupp, den Maulwurf aus Bottrop, auf seinem „Weg nach oben“ am Ende wohl mit Begeisterung begleiten.

Uraufführung am Samstag

Samstag erlebt das Stück von Gertrud Pigor mit Musik von Jan-Willem Fritsch seine Uraufführung. Das Familienstück ist ein ganz besonderes Geschenk, das das Grillo-Theater seinen jungen Besuchern zum 125-jährigen Bestehen macht und ein „kulturpolitisches Statement“, wie Intendant Christian Tombeil betont. Mit dem Auftragswerk hebt man die Bedeutung der Nachwuchsarbeit hervor und schreibt ein neues, kindgerechtes Stück Essener Theatergeschichte.

Kein Geringerer als Theater-Mäzen Friedrich Grillo hat in dem Stück schließlich einen geheimen „Schatz“ hinterlassen, den die Theatertiere in einem Versteck unter der Bühne hüten. Denn ohne die alten Hasen, die Katze und den Marder läuft im Theater sowieso nix. Doch als die Proben zum „Froschkönig“ eines Tages aus dem Ruder laufen und eine Panne die nächste jagt, bekommen die Theatertiere viel zu tun und Jupp seine erste große Bewährungsprobe.

Live-Band auf der Bühne

„Das Stück erzählt viel von den Dramen, die sich am Theater so abspielen“, erklärt Intendant Christian Tombeil, der das Stück inszeniert. Schon mit Gertrud Pigors Bühnenvorlage „Anton, das Mäusemusical“ hat Tombeil vor vier Jahren einen echten Publikumsliebling auf die Bühne gebracht. Schnell war klar, dass die Autorin auch mit dem Auftragsstück betraut würde. Die dazugehörigen Songs hat Jan-Willem Fritsch geschrieben. Gespielt werden sie auf der Bühne live von der Band rund um Theatermusiker Hajo Wiesemann.

Und auch das Steigerlied darf im Repertoire eines echten Bottroper Zechen-Maulwurfs natürlich nicht fehlen. So trifft ein großes, bald endendes Kapitel Ruhrgebietsgeschichte auf große Theatertradition. Im ältesten Stadttheater der Region, dem Grillo, begegnet man dem Jubiläum dabei keineswegs steif und weihevoll, sondern stellt die „ältesten Hasen“ des Ensembles in Knickerbocker und mit Schlappohren auf die Bühne, lässt Frösche vor die Wand knallen und flinke Marder Kabelsalat knabbern. „Eine ziemliche Requisitenschlacht“, sagt Christian Tombeil. Und verspricht auch einen vergnüglichen Einblick in die „Untertagewelt“ des Theaters.

>> HIER GIBT ES DIE TICKETS

Das Stück steht nicht nur in der Vorweihnachtszeit auf dem Programm. „Jupp – ein Maulwurf will nach oben“ wird bis Ende Januar im Grillo-Theater gespielt – insgesamt gibt es über 40 Vorstellungen.

Die meisten Vorstellungen für Schulen sind bereits ausverkauft, Zusatztermine wurden bereits aufgenommen. Tickets gibt es noch für eine Nachmittagsvorstellungen. Info: www.schauspiel-essen.de oder 0201/8122-200

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