Stadtentwicklung

Der Fahrplan für den RAG-Rückzug

Markus Masuth, Chef der RAG Montan Immobilien.

Foto: Thomas Gödde

Markus Masuth, Chef der RAG Montan Immobilien. Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   Ab 2025 will der Konzern die Montanflächen im Bottroper Süden freigeben. Die neuen Verkehrswege dauern deutlich länger.

Die Bergbauflächen im Bottroper Süden werden den Wirtschaftsfördern kurzfristig nicht helfen, den Flächenmangel für neue Gewerbeansiedlung zu lindern. Die RAG Montan Immobilien hat jetzt erstmals Zeitpunkte genannt für die Vermarktung von Prosper II an der Knappenstraße (ab 2025) und des Kohlelagers am Sturmshof (ab 2024). Der Abbau der Zechenbahntrasse zwischen den beiden Arealen dagegen soll bereits Ende des Jahres beginnen. Das hat Markus Masuth angekündigt, Chef der RAG Montan Immobilien.

Das Unternehmen hat einen Fahrplan vorgelegt, in welcher Reihenfolge es die insgesamt 150 Hektar Bergbauflächen im Bottroper Süden und Essener Norden freigeben will, für die gerade unter dem Namen „Freiheit Emscher“ an einem Masterplan gearbeitet wird. Folgende Stationen auf der Zeitleiste stehen schon fest:

Ende 2018

Mit dem Ende der Förderung auf Prosper-Haniel wollen die Architekten und Landschaftsplaner die Machbarkeitsstudie zu „Freiheit Emscher“ abgeschlossen und einen Masterplan vorgelegt haben, der auch erste Angaben zum Verlauf der geplanten „Umwelttrasse“ zwischen den Innenstädten von Bottrop und Essen enthalten soll. Möglich, dass die Zechenbahntrasse zwischen Prosper II und dem Kanal dabei eine Rolle spielt.

2019

Auf der Basis des Masterplans beginnen die Planer in Bottrop und Essen mit der Bebauungsplanung für den Autobahnanschluss Lichtenhorst und die neue Gewerbestraße zwischen den beiden Städten. Wie schnell sich die realisieren lässt, haben die Planer von Stahm Architekten in Essen bewiesen: Der Krupp-Gürtel um das neue Konzernhauptquartier und der Berthold-Beitz-Boulevard waren in weniger als zehn Jahren fertig. Was eine neue Anschlussstelle kostet, wissen sie in Essen auch aus frischer Erfahrung in Frillendorf: fast 30 Millionen Euro.

2020

Die erste Fläche im gemeinsamen Entwicklungsgebiet soll erschlossen und vermarktet werden: das weitgehend ungenutzte Gebiet „Emil Emscher“ auf Essener Gebiet südlich des Kanals. Das 40 Hektar große Areal soll nach den derzeitigen Plänen Ende 2021 aus der Bergaufsicht entlassen werden.

2024

Die RAG beginnt mit der Vermarktung des 20 Hektar großen Kohlenlagers Sturmshof am der Stadtgrenze zu Karnap neben dem Windrad der Emschergenossenschaft. Mitte 2025 soll dort die Bergaufsicht enden.

2025

Das Bergwerksgelände Prosper II an der Knappenstraße kommt in die Vermarktung.

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