Fest zum Advent

Der Bottroper Nikolausmarkt fiel doch nicht ins Wasser

Mit nachlassendem Regen wagten sich mehr und mehr Besucher auf den Nikolausmarkt in der Bottroper Innenstadt.

Mit nachlassendem Regen wagten sich mehr und mehr Besucher auf den Nikolausmarkt in der Bottroper Innenstadt.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Nach regnerischem Beginn füllte sich der Nikolausmarkt in Bottrop noch mit Besuchern. Nicht nur die zutraulichen Alpakas machten ihnen Freude.

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Die prekäre Schräglage des aufgeblasenen Plastikweihnachtsmannes vor einer Gaststätte an der Cyriakuskirche hatte Symbolcharakter für den etwas vom Regen und Winde verwehten Beginn des Nikolausmarktes am Sonntag. Mit nachlassendem Regen wagten sich mehr und mehr Besucher in die Innenstadt.

In der Vorbereitung des Nikolausmarktes steckt ein Jahr Arbeit

Um die Mittagszeit aber trauten sich zunächst nur einige unentwegte Eltern mit ihren Kindern auf den Kirchplatz. Manni Schmidt vom Veranstalter Kulturamt war anfangs wenig begeistert: „Es sieht alles ein bisschen traurig aus. Schade, da steckt ein ganzes Jahr Arbeit drin.“ Zwar hoffte er da schon auf eine Wetterbesserung am Nachmittag, aber die Riesenrutsche würde wohl doch nicht aufgebaut werden können, da bei den Bedingungen das Gerät nicht fest verankert werden könne.

Der Renner bei den Kindern waren aber sowieso die fünf Alpakas im Streichelzoo. Die Schwestern Kiara (11) und Luna (5) begegneten den Tieren erst mit Respekt, hatten dann aber viel Spaß dabei, die zutraulichen Tiere mit den lustigen Ponyfrisuren zu streicheln und zu füttern. Das Gefühl beschrieben sie mit „nass und flauschig.“

Kinder basteln Puppen aus Socken

Bei den Bastelangeboten im Trockenen waren etliche Kinder zu finden. Beim Spielmobil gab es unterschiedliche Angebote. Kinder konnten sich Puppen aus Socken basteln und damit in einem Kaspertheater kleine Stücke spielen. Kevin und Lukas (beide 3) verzierten Kerzen mit bunten Wachsstücken.

Wer wollte, konnte sich als Weihnachtselfe oder -wichtel schminken und mit Haarkränzen schmücken lassen, ein Angebot, von dem augenscheinlich nur Mädchen Gebrauch machten. Dunja (9) sah aus wie eine kleine Fee und schneiderte sich noch eine Weihnachtsmütze, während sich Ali (10), Ahmed (10) und Sarah (8) mit Hilfestellung lieber einen Schal nähten. Die Wartezeiten wurden vom Team mit Apfelstücken verkürzt.

Im Märchenpavillon wird gemeinsam gesungen

Ständige Aktivitäten wechselten im gut gefüllten weihnachtlichen RWW Märchenpavillon: Prinzessinnen verteilten bei einem Quiz rund um das Weihnachtsfest kleine Geschenke an kluge Kinder, beim gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern kam festliche Stimmung auf. Besonders gut kam „Knödel“ an, eine Bauchredner-Handpuppe, die kein „K“ mehr sprechen konnte. Später erschien noch der Nikolaus, Clown Liar zauberte, und auch die Prinzessinnen „Anna und Elsa“sollten noch auftreten.

Bei leichter Wetterbesserung am Nachmittag wurde das vorher verwaiste kleine Karussell stärker frequentiert. Die „Walking-Acts“ trauten sich in ihren Kostümen heraus, ein Engel auf Stelzen verteilte Bonbons und ein großer „Weihnachts-Biber“ war beliebtes Fotomotiv bei und mit den Kindern. Eigene Fotos konnten auch bei der Mewa-Fotobox mit weihnachtlichem Hintergrund in einen Schlüsselanhänger verpackt werden. Und auch beim Stadtjugendring war Fotografieren angesagt, Weihnachtsgrußkarten konnten mit Sofortbild-Fotos versehen werden. Außerdem gab es kleine Geschenke aus dem großen Nikolaussack.

Viel Schönes, Praktisches und Leckeres im Angebot

Die Aussteller boten in den Hütten viel Schönes, Praktisches und Leckeres für den guten Zweck an. Für das „Kinderdorf Bottrop in Gambia“ gab es Körbe, Holzfiguren,Taschen und Batikdecken aus Gambia. Der Verein Sieben Freunde verkaufte Selbstgebasteltes und Gespendetes für das Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet in Kurdengebiet.

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