Mietrecht

Den Mieterschutzbund gibt es bereits seit 30 Jahren

Das Büro des Mieterschutzbundes an der Horster Straße ist täglich geöffnet. Rund 5500 Beratungen finden hier jährlich statt.

Foto: Heinrich Jung

Das Büro des Mieterschutzbundes an der Horster Straße ist täglich geöffnet. Rund 5500 Beratungen finden hier jährlich statt.

Bottrop.   In der Geschäftsstelle in Stadtmitte werden jedes Jahr rund 5500 Beratungen durchgeführt. Verein hilft Mitgliedern bei allen Mietrechtsfragen.

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Der Mieterschutzbund kann in diesem Monat auf sein 30-jähriges Bestehen zurückblicken. Grund genug für den Verein, der inzwischen rund 40 000 Mitglieder bundesweit betreut, über seine Arbeit zu berichten.

Denn der Verein ist im 30. Jahr gefragter denn je: Rund 5500 mietrechtliche Beratungen werden jährlich allein in der Bottroper Geschäftsstelle durchgeführt – in persönlichen Gesprächen etwa ein Drittel der Beratungen, telefonisch etwa zwei Drittel.

In Bottrop sind zwei Rechtsberater tätig

Hauptthemen sind nach Auskunft des Vereins Mieterhöhungen, die Überprüfung von Abrechnungen, Mängel an der Mietsache oder Kündigungen. Zwei Rechtsberater – Uwe Arndt und Franziska Schnitzler – sind in Bottrop tätig.

Diesen Erfolg hatten sich die „Gründungsväter“ Claus O. Deese und Carl-D. A. Lewerenz sicher so gewünscht. Vor 30 Jahren hoben den Mieterschutzbund als „niedrigschwelliges Beratungsangebot“ aus der Taufe. Deese war damals beim Mieterverein Bochum, heute ist er Vorsitzender des Mieterschutzbundes und hauptamtlicher Geschäftsführer, Lewerenz zweiter Vorsitzender, damals war er als Schuldnerberater tätig.

Es galt, lange Wartezeiten zu vermeiden

Sie fanden die Mieterberatung 1988 unzureichend und beschlossen, ein ganz neues Angebot auf die Beine zu stellen.

Die Mitarbeiter ihres Vereins konnten in der Regel sofort und telefonisch Auskunft geben. Die Mitglieder mussten nicht vor Ort wohnen, sondern konnten aus dem gesamten Bundesgebiet anrufen. Lange Wartezeiten konnten so vermieden werden.

„Unser Ziel war es, den Mitgliedern Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten“ so Deese. „Wir haben ihnen geraten, was zu tun ist, um ihr Problem zu lösen. Doch wir haben schnell gemerkt, dass viele Mitglieder zusätzlich erwartet haben, dass wir die komplette Abwicklung ihres Anliegens übernehmen.“

In einem nächsten Schritt wurden Beratungen vor Ort angeboten

Im nächsten Schritt bot der Mieterschutzbund, der seinen Hauptsitz in Recklinghausen hat, daher Beratungen vor Ort an. Das Angebot wurde angenommen, nach kurzer Zeit reichte der Platz nicht mehr aus. 1992 bezog der Mieterschutzbund sein erstes eigenes Büro in Recklinghausen, das schon bald zu klein wurde. Man vergrößerte sich weiter und baute den Service aus. Es gibt heute Büros in sechs Städten, eins davon in Bottrop. Seit 2002 ist der Mieterschutzbund auch per Internet erreichbar. In der Hauptverwaltung sitzen 45 Mitarbeiter.

„Wir haben mit dem innovativen Dienstleistungsangebot viele neue Mitglieder gewinnen können“, erinnert sich Deese. „Unsere Mitglieder sind keine Nummern, sondern Menschen mit vielfältigen Problemen, die wir in der Regel für sie lösen.“ Meistens können übrigens Einigungen erzielt werden, ohne das Gericht zu bemühen: „Manchmal ist es aber nötig, dass ein Urteil gesprochen wird.“

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