Corona-Pandemie

Das steckt hinter der Verwirrung um Bottroper Corona-Zahlen

In Bottrop kam es am Freitag zur Verwirrung um die Corona-Zahlen (Symbolbild).

In Bottrop kam es am Freitag zur Verwirrung um die Corona-Zahlen (Symbolbild).

Foto: Robert Michael / picture alliance/dpa

Bottrop.  Die Zahl der veröffentlichten Infektionsfälle war am Freitag geringer als am Vortag. Die Stadt hat der Redaktion Gründe dafür genannt.

Die Veröffentlichung der aktuellen Corona-Zahlen wird von vielen aufmerksam verfolgt, etwa auf der Internet- oder Facebook-Seite der Stadt. Am Freitag verwirrte das viele: Wurden am Donnerstag noch insgesamt 497 nachgewiesene Infektionsfälle aufgeführt, lag die Zahl am Freitag nur bei 490. Was steckt dahinter?

Stadt Bottrop hat entschieden, die veröffentlichten Zahlen zu vereinheitlichen

Zum einen dies: Laut Stadtsprecher Andreas Pläsken hat der Krisenstab Freitag auch angesichts einer Bitte der Bezirksregierung entschieden, die veröffentlichten Zahlen zu vereinheitlichen durch Übernahme der Werte des Landeszentrums Gesundheit (LZG). Auch viele Bottroper hätten sich ja in der Vergangenheit an den RKI-und LZG-Werten orientiert – und sich bei Diskrepanzen zu den von der Stadt veröffentlichten Zahlen teils beschwert. Die habe es durchaus gegeben: „Beim LZG wurde auch schon Bottrop mit Bonn verwechselt“, nennt Pläsken ein Beispiel.

Gleichzeitig war laut LZG Donnerstagnachmittag der Webservice des RKI gestört. Infolge dessen habe das LZG von elf Kommunen keine aktuelle Meldung erhalten. Ob Bottrop tatsächlich dazu gehörte, blieb zunächst offen. In dem nächsten Bericht sollen die Folgen dieser Störung behoben sein.

Andere Aufgaben hätten im Kampf gegen die Corona-Pandemie gerade Vorrang

Aktuelle städtische Zahlen konnte Pläsken Freitagmittag nicht nennen. Andere Aufgaben als die Statistik hätten im Kampf gegen die Corona-Pandemie gerade Vorrang, wie etwa die Kontaktverfolgung. Es würden bereits aus anderen Bereichen Mitarbeiter abgeordnet, um das Gesundheitsamt zu unterstützen; eventuell wird die Bundeswehr zur Hilfe gerufen. „Wir haben leider erhebliche Zahlen in Bottrop. Daher sicher auch die städtische Vermutung, dass die veröffentlichte Zahl nicht der Realität entspricht.“

Mit den LZG-Zahlen sinkt in der Statistik auch die Zahl der Todesfälle von acht auf sieben. Wer in Bottrop verstorben ist, aber in einer anderen Stadt wohnte, wird hier nicht mehr gezählt.

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