Quartiersentwicklung

Das ist die Lenkerin für die Entwicklung von 19 Quartieren

Die neue Koordinatorin Maike Dymarz vor dem Quartiersbüro Prosper III.

Die neue Koordinatorin Maike Dymarz vor dem Quartiersbüro Prosper III.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Maike Dymarz koordiniert jetzt die Arbeit der Quartiersmanager in den Stadtteilen. Sie hilft auch, an Geld aus dem Verfügungsfonds zu kommen.

Die Stadt Bottrop hat seit September eine neue Koordinatorin für die Arbeit in den Stadtquartieren eingestellt. Damit sei eine Forderung der SPD bei der Haushaltsberatung im letzten Jahr umgesetzt worden, betont Renate Palberg, die Vorsitzende des Sozialausschusses.

Es gäbe insgesamt 19 Quartiersstellen von Stadt und freien Trägern, ergänzte der technische Beigeordnete Klaus Müller. Wenn man dauerhaft sinnvoll arbeiten wolle, müsse man die Zusammenarbeit fördern und abstimmen. Die Quartiere müssten vernetzt werden.

Quartiersarbeit läuft häufig über befristete Projektförderung und wenn diese Förderung auslaufe, müsse nach Palberg eine hauptamtliche Kraft da sein, die in den Stadtteilen die ehrenamtliche Arbeit koordiniert, begleitet und betreut: „Ehrenamt braucht Hauptamt.“ Mühselig aufgebaute ehrenamtliche Strukturen dürften nicht verkümmern.

Studierte Stadtentwicklerin

Die neue Koordinatorin Maike Dymarz aus Dortmund kennt aus früheren Arbeitsfeldern Aspekte der Stadtentwicklung und der Ansätze zum ehrenamtlichen Engagement. Nach dem Studium des Stadtentwicklungsmanagementes und Tätigkeit an der Uni Bochum hat Dymarz bei der evangelischen Kirche Westfalen ein Projekt zur Flüchtlingshilfe betreut.

Die neue Koordination soll und muss ämterübergreifend tätig werden, da verschiedene Projekte verschiedenen Dezernaten zugeordnet sind. Deshalb ist die Stelle im Planungs- und Baudezernat angesiedelt, da dort laut Müller „schon die Stadtentwicklung integriert betrachtet wird.“ Zusätzlich soll aus einem neuen Verfügungsfonds aus städtischen Mitteln die Stadtteilarbeit gefördert und ehrenamtliche Strukturen unterstützt werden. Damit sollen laut Dymarz „niedrigschwellig und unkompliziert“ neue Ideen mit einem direkten Bezug zu den Stadtteilen gefördert werden und „vor Ort wirken“. Ideen, die der Stärkung des Zusammenlebens, der Integration, Belebung oder Imageverbesserung des Stadtteils dienen, können bezuschusst werden.

15.000 Euro im Verfügungsfonds

Für das laufende Jahr sind 15.000 Euro bereitgestellt, eine Anhebung für das kommende Jahr ist vorgesehen. Gruppen, Vereine oder sonstige Institutionen, die im Stadtteil aktiv sind, können bis zu 1500 Euro pro Einzelprojekt beantragen, Kooperationsprojekte erhalten bis zu 2000 Euro. Es müssten auch nicht immer Vereine sein, die eine Idee umsetzen, erklärt Quartiersmanagerin Nora Schrage- Schmücker.

Man müsse in anderen Zusammenhängen denken, es könnten auch Nachbarschaftsfeste sein, bei denen man Leute zusammen bringe. Projektanträge können zum 1. April und 1. Oktober gestellt werden, Beratung und Hilfe gibt es dazu bei der Koordinierungsstelle (siehe Infokasten).

Nach der Prüfung der Förderfähigkeit entscheidet eine Jury, die aus Vertretern der städtischen Ämter und dem Bezirksbürgermeister besteht, über den Antrag. Erste Anträge seien laut Dymarz bereits bei der neuen Stelle eingegangen und würden geprüft, städtische Einrichtungen seien allerdings von der Förderung ausgenommen.

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