Konzert

Chamber Jazz erzählt musikalische Geschichten ohne Worte

Matthias Keidel am Saxofon, Georg Dybowski mit der  Stahlsaitengitarre und Fritz Roppel am E-Bass erzählten mit ihren Instrumenten Geschichten.

Foto: Oliver Mengedoht

Matthias Keidel am Saxofon, Georg Dybowski mit der Stahlsaitengitarre und Fritz Roppel am E-Bass erzählten mit ihren Instrumenten Geschichten. Foto: Oliver Mengedoht

Bottrop.   Das Trio begeistert in St. Elisabeth mit eigenen Interpretationen der Weihnachtsklassiker. Das Konzert ist „schon fast ein Familientreffen.

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Dass man nach Weihnachten noch weihnachtliche Lieder spielen darf, bewies das Trio Chamber Jazz. Ihr Konzert am Tag vor Silvester in der St. Elisabeth Kirche trug den Titel „Chamber Jazz goes Christmas“. Für diese Band haben Weihnachtslieder „eine besondere Substanz,ein Gefühl hinter den Noten“. So verzaubern sie Stücke wie „Kommet ihr Hirten“ „Little Drummer Boy“ oder „Maria durch ein Dornwald ging“. Sie entstauben Klassiker und präsentieren sie auf eine neue Art.

Das Trio Georg Dybowski (Gitarre), Matthias Keidel (Saxophon) und Fritz Roppel (Bass) bot entspannte Jazzklänge und wunderschöne, auch eigenwillige Interpretationen weihnachtlicher Musik. Keidel kündigte „Stille Nacht“ an, „anders als man es kennt“. Es war anfangs nicht leicht zu identifizieren aber hervorragend gespielt. „Oh Tannenbaum“ präsentierten sie als „ein altes, aber ganz neues Lied – so wie wir es spielen“.

Beste Zutaten aus verschiedenen Stilrichtungen

Die Band sucht sich die besten Zutaten aus verschiedenen Stilrichtungen heraus und lässt einen unverwechselbaren Sound entstehen – ein atmosphärisches Mix , bei dem immer die Tradition des Jazz den Mittelpunkt bildet. Die Übergänge sind oft fließend, auch mal lyrisch aber immer rhythmisch verführen sie zum intensiven Zuhören. Sie erzählen musikalische Geschichten ohne Worte. Die exzellenten Musiker überzeugten mit rhythmischer Virtualität nicht nur als Gruppe, sondern zeigten in den Soli, dass sie ihre Instrumente meisterhaft beherrschen.. Viele eigene Kompositionen zeugen von der Vielfalt, von einfühlsamen Liedern zu jazzigen Improvisationen.

Chamber Jazz ist eine Form des Jazz mit akustischen Instrumenten in kleiner Besetzung. Das Trio zeigte, dass Musik nicht laut sein muss um gut zu sein Die Instrumente befinden sich im Dialog, sie erzählen Geschichten, aber lassen noch Platz für eigene Fantasien und lösen Emotionen aus. .Aus vielen schönen Liedern ragten besonders Dybowskis „Another Day“ und „Blueberries and Red Wine“ heraus.

Publikum applaudiert Zugaben herbei

Das inzwischen zum fünften Mal in Folge gespielte Konzert in der gut gefüllten Kirche nannte Keidel „schon fast ein Familientreffen“. Das begeisterte Publikum dankte den Musikern mit viel Beifall für den gelungenen Abend und applaudierte mehrere Zugaben herbei, darunter eine jazzige Version von „We wish you a merry chrisrtmas“.

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