Wichtige Hilfe

Bufdi Jan spendet Stammzellen für Schwerkranken

Die Albert-Schweitzer-Schüler feiern ihren Bufdi Jan Wamboldt.

Foto: Christiane Gosda

Die Albert-Schweitzer-Schüler feiern ihren Bufdi Jan Wamboldt. Foto: Christiane Gosda

Bottrop.   Jan Wamboldt aus Bottrop wurde als genetischer Zwilling eines Schwerkranken identifiziert und spendete in einer Kölner Klinik Stammzellen.

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„Ich bin so froh und dankbar, dass ich einem Menschen irgendwo auf der Welt das Leben retten konnte.“ Seit August 2017 leistet der Bottroper Jan Wamboldt seinen Bundesfreiwilligendienst im Offenen Ganztag der Albert-Schweitzer-Schule in Bottrop. Jetzt hat er einem Schwerkranken mit einer Stammzellenspende geholfen.

Mitten in seine Bufdi-Zeit hinein kam Anfang des Jahres die Nachricht der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei), dass er als genetischer Zwilling eines Schwerkranken identifiziert worden sei. Bei der DKMS hatte sich Jan Wamboldt vor drei Jahren typisieren lassen. „Nach weiteren Untersuchungen stand fest: Es wird ernst. Auch wenn mir bewusst war, dass es Nebenwirkungen gibt, musste ich nicht lange überlegen und sagte zu“, berichtet der junge Mann.

Zuvor Medikament gespritzt

Ein erster Spendetermin im Mai wurde wegen des schlechten Gesundheitszustandes des Empfängers verschoben. Anfang Juli war es so weit: In den Tagen vor der Entnahme musste sich der Bottroper ein Medikament spritzen, das die Bildung der Stammzellen anregt und sie aus dem Knochenmark ins Blut übergehen lässt. Das Medikament hatte Nebenwirkungen, aber die waren auszuhalten, erzählt er.

Schließlich macht sich Jan Wamboldt auf den Weg nach Köln. In der Klinik wurde er mehrere Stunden an Apparate angeschlossen, die die Stammzellen aus seinem Blut heraus gefiltert und das Blut wieder in seinen Kreislauf zurückgepumpt haben. Nach etwa fünf Stunden war die Prozedur beendet. Wohin seine Spende geht, erfährt Jan Wamboldt nicht: „Das kann überall auf der Welt sein.“

Soziales Engagement

Nach der Stammzellenspende habe er sich schlapp und geschwächt gefühlt, so wie vor einer Erkältung, aber das sei nichts angesichts des Leids, das der Patient habe durchmachen müssen. Sein Fazit: „Ich würde jedem empfehlen, sich typisieren zu lassen.“ Auch nach seinem Bundesfreiwilligendienst will er sein soziales Engagement fortsetzen. Aber nun sucht er erst einmal eine Lehrstelle..

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