Platzgestaltung

Bürger regt Nachbesserung am neuen Bottroper Kreuzkamp an

Franz-Josef Postberg, Steffen Jonek (Fachbereich Tiefbau) und Bürgermeisterin Monika Budke (v.l.) zeigen sich zufrieden mit der Nachbesserung der Umgestaltung des alten Kreuzkamps. Das Kreuz steht nun wieder frei im Mittelpunkt.

Franz-Josef Postberg, Steffen Jonek (Fachbereich Tiefbau) und Bürgermeisterin Monika Budke (v.l.) zeigen sich zufrieden mit der Nachbesserung der Umgestaltung des alten Kreuzkamps. Das Kreuz steht nun wieder frei im Mittelpunkt.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Radständer und Lichtmast erdrückten das Kreuz an historischer Stelle förmlich. Franz-Josef Postberg regte bei Bürgermeisterin Budke Änderung an.

Die jüngste Neugestaltung des Kreuzkamps haben von manche Bottroper eher kritisch beobachtet. Von „Steinwüste“ oder „wahllos verstreuten oder verschwundenen Erinnerungen an Bottrops Geschichte“ war da schon die Rede. Und in der Tat: Der früher ins Pflaster eingelassene Grundriss der mittelalterlichen Kapelle, die dort bis in die 1880er Jahre stand, ist der Umgestaltung zum Opfer gefallen. Die runde Plakette, die an einen der „ältesten religiösen Orte der Stadt“ erinnert, wie Bürgermeisterin Monika Budke den Kreuzkamp zu Recht nennt, findet sich leicht versetzt wieder. Und natürlich hat die Stadt bei der Erneuerung des Areals am Ende der Fußgängerzone Gladbecker Straße das moderne Friedenskreuz des Bottroper Bildhauers Heinz Dabriniok wieder aufgestellt.

Auch der Bottroper Franz-Josef Postberg weiß um die Bedeutung dieser historischen Stelle in seiner Stadt. Daher war er von der neuen „Möblierung“ des Platzes zunächst wenig angetan. „Der Laternenmast stand direkt hinter dem Kreuz, eigentlich viel zu nah, die neuen Fahrradständer ,rahmten’ die Dabriniok-Skulptur direkt von beiden Seiten ein, ästhetisch sicher nicht befriedigend“, so der Innenstadtbewohner aus einer bekannten Familie der Stadt.

Bürgermeisterin bringt Bewegung in die Sache

Ein Brief und später ein Gespräch mit Bürgermeisterin Monika Budke erwiesen sich da zielführend. „Herr Postberg hat mit seiner Kritik vollkommen richtig gelegen“, so die CDU-Politikerin und Kulturausschussvorsitzende. Nach einer intensiven Ortsbesichtigung folgte die Kotaktaufnahe zum Tiefbauamt. Und ja, man konnte etwas tun. Das war bereits Ende Februar, bevor das Coronavirus so richtig zuschlug. Inzwischen gibt es um das Bottroper Friedenskreuz wieder einen angemessenen Abstand. „Wir haben den Lichtmast um einige Meter versetzt, die Radständer, die zu nahe am Kreuz standen haben wir abgebaut und zum Bauhof gebracht“, sagt Steffen Jonek vom Fachbereich Tiefbau. Die würden an anderer in der Innenstadt aber wieder aufgestellt. Für die Bürgermeisterin steht fest: „Es sind immer wieder die Kontakte zu den Bürgerinnen und Bürgern, die mir Freude machen - und wenn man dann im Amt noch etwas bewegen kann, auch wenn es manchmal nur kleine Dinge sind: umso besser“, sagt Monika Budke.

Künftig wird das Kreuz sogar beleuchtet

Ein kleines Schmankerl konnte Steffen Jonek dann ebenfalls noch verkünden. „Durch eine technische Änderung an dem Multifunktionsmast können wir künftig das Kreuz sogar noch besser ins richtige Licht rücken.“ Damit erhält der kleine Platz, den auch die umliegenden Gaststätten und Restaurants gerne für ihre Außengastronomie nutzen, auch optisch akzentuiert seinen Mittelpunkt zurück. Wenn die im Zuge der Umgestaltung neu gepflanzten Bäume in einigen Jahren dichtere Kronen haben, könnte der noch steinlastige Kreuzkamp sogar wieder ein grüner Platz mit genügend Schatten an heißen Sommertagen sein.

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