Sponsorenlauf

Bürger laufen für das Hospiz

In Kleingruppen geht es auf dem Rathausplatz los. Einige Hobbysportler haben sich extra für die Veranstaltung in Schale geworfen.  Andere machen sich in Regenklamotten oder Vereinstrikots auf den Weg.

In Kleingruppen geht es auf dem Rathausplatz los. Einige Hobbysportler haben sich extra für die Veranstaltung in Schale geworfen. Andere machen sich in Regenklamotten oder Vereinstrikots auf den Weg.

Foto: Heinrich Jung

Bottrop.  1000 Teilnehmer gehen bei „Jeder Meter zählt“ an den Start. Firmen, Kindergärten und Schulklassen sind dabei.

Ein Zeichen für die gute Sache setzen, Spenden für das Hospiz sammeln und gleichzeitig etwas für die Gesundheit tun - das war das Ziel der rund 1000 Läufer, die am Freitag bei dem neuen Spendenlauf „Jeder Meter zählt“ an den Start gingen.

Trotz der ab und an auftretenden Regenschauer drehten die Teilnehmer Runde für Runde auf der vierhundert Meter langen Strecke im Rathausviertel. Mehrere Hobbysportler, Freizeitläufer und Profiathleten engagierten sich. Vier Firmen, zehn Vereine, drei Kindergärten und zwei Schulen machten bei dem neuen Format mit, das künftig „Bottrop Beweg Dich“ ersetzt.

Ehemaliger Großsponsor sitzt in U-Haft

In der Vergangenheit war Apotheker Peter S., der wegen gepanschter Kebs-Medikamente in U-Haft sitzt, als Mitinitiator und Großsponsor der Veranstaltung aufgetreten. Dadurch flossen dem Hospiz erhebliche Summen zu.

„Die Menschen sagen uns, dass sie froh sind, dass es weitergeht. Bei ihnen setzt die Jetzt-Erst-Recht-Mentalität ein. Es ist besser, den Lauf etwas kleiner zu machen, anstatt gar nicht“, betont Organisator Holger Czeranski vom B&C Verlag. „Wir sind glücklich, dass heute so viele Leute gekommen sind und das trotz des schlechten Wetters“, ergänzt Jürgen Münnich, Geschäftsführer des Bottroper Hospizes. Er unterstreicht: Selbst die Geschäfte, die durch die Absperrung der Strecke betroffen sind, hätten positives Feedback gegeben. „Sie unterstützen die Veranstaltung.“

In diesem Jahr gab es keinen Spendenzähler. Das Geld wanderte nicht wie zuvor – pro gelaufener Runde – in eine Glasröhre. Czeranski: „Es ist heute ein symbolischer Lauf. Es gibt eine Grundsockelsumme, die vorab gespendet wurde. Sie wächst heute noch ein Stück an, wir rechnen insgesamt mit rund 12 000 Euro, die am Ende des Laufs an das Bottroper Hospiz gehen.“ Firmen als auch Privatpersonen hätten sich mit Geldern eingebracht. „Die Läufer zählen heute ihre Runden selber. Wir lassen uns für die Zukunft etwas einfallen.“

Verbesserungen geplant

Für das kommende Jahr sind einige Verbesserungen bei „Jeder Meter zählt“ vorgesehen: In den Ecken der Strecke sollen so genannte Aktivpunkte entstehen. Auftritte von Bands und Tanzgruppen sollen das Publikum anlocken und eine Motivationshilfe für die Läufer sein. Die Laufstrecke soll deutlicher ausgewiesen werden. „Einige Kinder haben nach dem Start eine Runde um den Rathausplatz gedreht, anstatt weiter zur Gladbecker Straße zu laufen. Andere Teilnehmer sind in Richtung Gerichtsstraße abgedriftet. Das müssen wir ändern.“

Andreas Weyers hat den Weg auf Anhieb gefunden. Der 48-Jährige wollte etwas für den guten Zweck tun und für den kommenden „Tetraeder-Treppenlauf“ am heutigen Tag trainieren. „Ich mach meine fünf bis sieben Kilometer, um fit zu sein.“

Vanessa Krickhahn (23) und Nicole Heiligenstadt (32) vertraten den KMCS-Bottrop bei dem Spendenevent. Sie nahmen für ihre Krav Maga-Abteilung teil. „Wir machen jeder zehn Runden. Wir schauen danach mal, wie es weitergeht.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben