Innenstadt Bottrop

Bürger in Bottrop bestimmen den Wandel der City mit

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Dieses Team um Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler (2.v.l.) ruft die Bottroperinnen und Bottroper zur Teilnahme an dem Ideenwettbewerb über die Bottroper Innenstadt auf: Stadtentwicklerin Elena Gilcher, Beigeordneter Klaus Müller und Wirtschaftsförderin Sabine Wißmann (von links).

Dieses Team um Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler (2.v.l.) ruft die Bottroperinnen und Bottroper zur Teilnahme an dem Ideenwettbewerb über die Bottroper Innenstadt auf: Stadtentwicklerin Elena Gilcher, Beigeordneter Klaus Müller und Wirtschaftsförderin Sabine Wißmann (von links).

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Wie soll die Bottroper Innenstadt nach der Coronakrise aussehen? So können alle Bürger ihre Vorschläge auf einer Ideenkarte im Internet verorten.

Wie ihre Innenstadt in Zukunft aussehen soll, fragt ein Team um Oberbürgermeister Bernd Tischler die Bürgerinnen und Bürger. „Die Innenstadt, die wir vor Corona hatten, wird es so nicht mehr geben, es wird zu einen ordentlichen Wandel kommen“, sagte Tischler. Auf dem Weg zu dieser neuen Bottroper Mitte entwirft die Stadt den Masterplan Innenstadt 2030. „Wir schaffen das nur, wenn wir wie beim Innovation-City-Prozess viele Akteure mit ins Boot holen und in die gleiche Richtung rudern. Daher lade ich alle Bottroper ein, sich mit eigenen Idee einzubringen“, ruft der Oberbürgermeister zum Mitmachen auf. Dabei steckt Tischler sich und seinem Team hohe Ziele.

„Wir wollen die Innenstadt und die Einkaufsstraßen nach der Coronapandemie attraktiver machen und die Bürger dorthin zum Verweilen einladen“, sagte der Oberbürgermeister. Die City diene zwar nicht mehr allein zum Einkaufen, sie werde in Bottrop aber weiterhin das wesentliche Zentrum für Einzelhandel und Dienstleistungen bleiben, erklärte Tischler. Die altbekannten Einkaufsstraßen werden aber schon in naher Zukunft auch stärker von Wohnen, Gewerbebetrieben sowie Freizeit und Kultur geprägt sein. Hauptziel sei demnach, die Innenstadt als multifunktionalen Ort zu stärken.

OB Tischler setzt ehrgeizige Ziele für die Bottroper Innenstadt

Tischler setzt auf dem Weg zu dieser neuen Mitte auch messbare Zwischenziele. „Das Ziel ist, die Leerstände von Ladenlokalen bis 2023 um 30 Prozent zu verringern“, sagte der Verwaltungschef. Mit Hilfe der Gastronomie und Kulturangeboten strebt das Tischler-Team in den kommenden zwei Jahren außerdem einen Anstieg der Besucherzahlen um 30 Prozent in der Innenstadt an. „Wir werden so auch mehr Kaufkraft in Bottrop binden können“, hofft der Oberbürgermeister und ruft Gebäudebesitzer, Einzelhändler, Geschäftsleute, Dienstleister sowie Ratsvertreter und Bürger dazu auf, sich dabei einzubringen.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an diesem Ideenwettbewerb stellt die Stadt bis Ende September auch eine Ideenkarte bereit, in die sie online ihre Vorschläge eintragen können. Die Bürger können dabei auch abstimmen und so Ideen unterstützen, die sie favorisieren. „Wir erfahren so noch besser, was den Bürgerinnen und Bürgern wichtig ist“, sagte Elena Gilcher, die bei der Stadt die Koordinierungsstelle für integrierte Stadtentwicklung leitet. Bernd Tischler brachte sich zum Start dieser Mitmachkarte mit einem Vorschlag ein, mit dem sich die Stadt schon seit einiger Zeit befasst: den Bau eines modernen City-Parkhauses. „Für alle Verkehrsteilnehmer“, aktualisierte er jetzt diese Idee.

Ideen und Wünsche der Bottroper sind Planern besonders wichtig

Baudezernent Klaus Müller hob die ressortübergreifende Arbeit an dem Innenstadt-Masterplan hervor: Neben Stadtplanerinnen wirken daran zum Beispiel auch Wirtschaftsförderinnen oder Mitarbeiter aus weiteren Ressorts der Stadt mit. Besonders wichtig aber sei, die Ideen und Wünsche der Bürger, um die Erneuerung der Innenstadt voranzubringen. Die Internetformate, die die Stadt dazu anbiete, machten die Interessenten terminunabhängig. „Jeder kann sich rund um die Uhr mit seinen Vorschlägen einbringen“, sagte Müller. Er verwies darauf, dass die Stadt damit auch schon bei der Ausweitung des Innovation-City-Projektes auf Vonderort und Fuhlenbrock gute Erfahrungen gemacht habe. „Das kam sehr gut an“, unterstrich Elena Gilcher.

Bürger-Ideen gibt es ohnehin schon. „Wir fangen nicht mit einem weißen Blatt Papier an. Wir fügen diese Ideen mit den neuen Vorschlägen zusammen, auf die wir jetzt hoffen“, sagte Sabine Wißmann. So hatte die Stadt ja auch schon im Zukunftsstadt-Wettbewerb die Bürger nach ihren Zielen befragt, wichtig sei es, nun ein aktuelleres Bild zu erhalten. Die Bereitschaft der Bottroper sich einzubringen, sei groß. „Passanten haben auch jetzt schon ganz spontan herausgesprudelt, was ihnen fehlt“, sagte die Leiterin des Bottroper Wirtschaftsförderungsressorts.

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