Kundgebung

Bündnis gegen Rechts ruft auf zum Protest gegen Mütter-Demo

2012 stellte sich das Bündnis gegen eine Pro-NRW-Demo vor der Moschee,

Foto: André Elschenbroich/Archiv

2012 stellte sich das Bündnis gegen eine Pro-NRW-Demo vor der Moschee, Foto: André Elschenbroich/Archiv

Bottrop.   Kundgebung gegen angekündigte Demo „Mütter gegen Gewalt“. Die wird laut Polizei auf rechten Plattformen beworben.

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Das Bottroper Bündnis gegen Rechts ruft zu einer Gegenkundgebung auf. Unter dem Motto „Für Frauenrechte – gegen Rassismus“ will sich das Bündnis am Sonntag, 4. März, auf dem Kirchplatz der rechten Kundgebung „Mütter gegen Gewalt“ entgegenstellen. Anmelder der Gegenkundgebung ist die IGBCE. Niels-Holger Schmidt (Linke) und Michael Gerber (DKP), die die Demo ursprünglich beabsichtigten, zogen ihre Anmeldung zurück.

Um 13.30 Uhr treffen sich die Teilnehmer an der Cyriakus-Kirche. Die Bühne des Bündnisses befindet sich im Bereich des C&A-Parkplatzes. Die andere Kundgebung findet auf dem Kirchplatz im Bereich der Poststraße statt. Der Zugang zur IGBCE-Kundgebung erfolgt über die Hochstraße, teilt Jürgen Buschfeld mit, Sprecher des Bündnisses gegen Rechts.

Themen werden instrumentalisiert

Das will darauf aufmerksam machen, dass rechte Gruppen die Themen „Frauenrechte“ und „Gewalt“ instrumentalisierten, um so rassistische Vorurteile zu bedienen und gegen Migration und Vielfalt in der Stadt hetzen. Darauf antwortet das Bündnis mit einem Programm auf einer eigenen Bühne, welches sich des Themas Frauenrechte annimmt, Entsprechend seien auch die Rednerinnen ausgewählt. Nun hoffen die Organisatoren, dass möglichst viele Bürger und Gruppen ihrem Aufruf folgen.

Die Polizei wird Sonntag mit großem Aufgebot erscheinen, um die Gruppen zu trennen. Zur Zahl der Einsatzkräfte äußert sich Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber nicht. Die Polizei gehe von einem störungsfreien Verlauf aus, sei aber mit „ausreichend vielen Kräften“ vor Ort. Denn auch die Polizei weiß nicht, wie viele Teilnehmer „Mütter gegen Gewalt“ mitbringt. 200 Teilnehmer seien ursprünglich angemeldet worden. Inzwischen rechne die Organisatorin jedoch mit mehr, und auch die Polizei stelle sich darauf ein, sagt Wilming-Weber. Angemeldet worden sei die Kundgebung von einer Privatperson. „Doch die Demonstration wird massiv auf rechtsorientierten Plattformen beworben“, so der Polizeisprecher. Wie der Grad der Mobilisierung da ist, sei schwer einzuschätzen.

Beeinträchtigungen im Straßenverkehr

Die rechte Kundgebung ist für 14 Uhr angemeldet, dann ziehen die Teilnehmer durch die Stadt. Den genauen Weg will die Polizei nicht bekannt geben. Allerdings könne es im Zuge polizeilicher Maßnahmen auch zu Beeinträchtigungen des Verkehrs kommen, warnt sie.

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