Politik

Bottroper SPD sucht neue Landtagskandidaten

Cornelia Ruhkemper erklärt, warum sie 2017 nicht mehr für die Landtagswahl kandidiert.

Cornelia Ruhkemper erklärt, warum sie 2017 nicht mehr für die Landtagswahl kandidiert.

Foto: Funke Foto Services

Bottrop.   Abgeordnete Cornelia Ruhkemper stellt sich 2017 nicht mehr zur Wahl. Parteitag legt sich im April auf den zukünftigen Bewerber fest.

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SPD-Landtagsabgeordnete Cornelia Ruhkemper stellt sich im nächsten Jahr nicht wieder zur Landtagswahl. „Ich trete 2017 nicht mehr an“, sagte sie zur WAZ. Die SPD wird schon im April auf ihrem Parteitag einen neuen Landtagskandidaten benennen, auch wenn Parteichef Michael Gerdes betont: „Ich bedauere, dass Cornelia Ruhkemper aufhört“. Er hätte mit der Landtagsabgeordneten gern weiter zusammengearbeitet. Die SPD respektiere ihren Schritt allerdings.

„Meine Entscheidung hat sich ja abgezeichnet, nachdem ich schon bei der Wahl zum Stadtrat nicht mehr kandidiert habe, um Platz zu machen für jüngere Parteifreunde“, sagte die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Stadtmitte. „Diesen Schritt habe ich nicht bereut“, sagte die 61-Jährige. Neben Ratsfrau Meike Schöps (40) wurden als Vertreter der Stadtmitte-SPD ja auch Dennis Hafner (37) und Pascal Kaminski (27) Mitglieder des Rates. „Ich freue mich darüber, dass dieses Experiment so gut gelungen ist“, sagte die Landtagsabgeordnete mit Blick auf die von ihr demonstrativ angegangene Verjüngung der mit Abstand größten Bottroper Ratspartei. Das sieht auch der SPD-Vorsitzende so. „Die Jungen sind eine Bereicherung. Das funktioniert jetzt gut“, erklärt Gerdes nicht nur mit Blick auf die jüngeren Mitglieder aus Cornelia Ruhkempers Ortsverein.

Die Bottroperin, die bis 2014 zwanzig Jahre lang dem Rat angehörte, ist seit 2005 Mitglied des Landtages. „Ich habe da alles mit durchlebt: die Zeiten in der Opposition, die Phase der Minderheitsregierung und nun die Regierungszeit“, sagte sie. Jetzt ist Cornelia Ruhkemper Sprecherin des Petitionsausschusses und stellvertretende Vorsitzende des Umweltausschusses. Bei der Wahl 2012 war sie mit 54,5 Prozent der Stimmen zum dritten Mal direkt gewählt worden.

„Wenn ich jetzt ankündige, dass ich 2017 nicht wieder kandidieren werde, heißt dies übrigens keineswegs, dass ich nun womöglich abtauchen würde“, sagt die Abgeordnete. „Ich setze mich weiterhin mit vollem Engagement ein und stehe den Bürgerinnen und Bürgern jederzeit zur Verfügung“, betonte sie. Sie tausche sich auch nach wie vor mit der Fraktion im Rat aus, auch wenn sie dem Rat persönlich nicht mehr angehöre.

In den Startlöchern

Für die Wahl der künftigen Kandidatin oder des Kandidaten für die Landtagswahl im Mai 2017 werde der Parteivorstand keine Empfehlung aussprechen, machte Vorsitzender Michael Gerdes klar. „Ich weiß, dass einige Leute in den Startlöchern stehen. Wer das Rennen macht, entscheidet der Parteitag am 23. April“, sagte der Bundestagsabgeordnete.

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